Gaby Dohm gehört bis heute zu den Gesichtern, die viele sofort mit der „Schwarzwaldklinik“ verbinden. Von 1985 bis 1989 spielte sie dort Schwester Christa und wurde damit einem Millionenpublikum bekannt. Die Serie lief über mehrere Jahre im ZDF und war auch international erfolgreich.
Für die Schauspielerin blieb die Rolle wichtig, doch sie bestimmte ihre weitere Laufbahn nicht allein. Nach dem Ende der Produktion arbeitete sie kontinuierlich weiter im Fernsehen und am Theater. Auch 2026 ist sie noch regelmäßig auf dem Bildschirm zu sehen, wenn auch mit einem veränderten Fokus.
Gaby Dohm blickt mit Wärme auf Schwester Christa zurück
An die Zeit bei der „Schwarzwaldklinik“ erinnert sich die 83-Jährige gern. Über die Serie sagte sie der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Gott, wie gut diese Serie war. Das habe ich damals gar nicht so mitbekommen. Aber die Bücher waren sehr abwechslungsreich und gut geschrieben, und auch die Gastrollen waren immer speziell, es kamen damals ja jede Menge hochkarätige Theaterschauspieler als Gäste.“
Zugleich schaut sie nicht ständig zurück. Die Folgen sieht sie sich nach eigener Aussage nicht mehr an und begründete das so: „Man kann nicht immer nur zurückschauen. Ich bin jemand, der nach vorn schaut und nicht zu Hause sitzt und fernsieht. Ich treffe mich lieber mit Freunden, drehe oder reise“, so Dohm gegenüber Bild.
Das Ende der „Schwarzwaldklinik“ kam aus Überzeugung
Die letzte Folge wurde am 25. März 1989 ausgestrahlt. Trotz des großen Erfolgs in Deutschland und in mehr als 40 Ländern endete die Serie damals. Als Grund nannte Gaby Dohm, die Geschichte sei „ausgeschöpft“ gewesen.
„Wir waren der Meinung, sie wird schwächer, wenn man sie ewig auswalzt, so wie heute manche andere Serie. Klausjürgen und ich waren neugierig auf neue Rollen. Wir wollten nicht ewig in der gleichen Rolle stecken. Wir haben das nie bereut“, so Gaby Dohm gegenüber Bild.
Späte TV-Rollen führten Gaby Dohm zu ZDF und ARD
Auch lange nach ihrer Zeit als Schwester Christa stand sie weiter vor der Kamera. Ab 2012 übernahm sie in „Um Himmels Willen“ eine Hauptrolle als Baronin Louise von Beilheim und spielte die Figur bis 2015. 2021 wirkte sie in „Das Kindermädchen: Mission Kanada“ und „Tanze Tango mit mir“ mit. Danach folgten weitere Auftritte, darunter 2022 in „Das Traumschiff: Coco Island“ und 2023 im ZDF-Drama „Laufen“. Zuletzt war sie 2026 in „In ewiger Freundschaft – Ein Taunuskrimi“ zu sehen.
Ab dem 80. Geburtstag wollte sie bewusster auswählen
Mit zunehmendem Alter änderte sich für sie vor allem die Auswahl der Projekte. „Ab meinem 80. Geburtstag wollte ich mehr Pausen machen und nur noch drehen, was mir wirklich gefällt“, sagte Gaby Dohm laut Berliner Morgenpost. Große Hauptrollen stehen für sie nicht mehr im Mittelpunkt. Stattdessen nimmt sie auch kleinere Ensemble-Auftritte an.
Wenn sie nicht dreht, verbringt sie Zeit mit ihren Enkeln oder reist durch Europa. Die Schauspielerei hat damit weiterhin einen festen Platz in ihrem Leben, aber nicht mehr denselben Umfang wie in früheren Jahrzehnten.