Die Rockwelt trauert um Sänger Brad Arnold. Der Frontmann der US-Band 3 Doors Down ist im Alter von nur 47 Jahren gestorben, nachdem er monatelang öffentlich gegen eine aggressive Krebserkrankung angekämpft hatte. Wie seine Band in einem Statement in den sozialen Medien mitteilte, sei Arnold friedlich im Schlaf gestorben, an seiner Seite seine Ehefrau Jennifer und enge Familienmitglieder. In der Mitteilung würdigten seine Kollegen ihn als Gründungsmitglied, Sänger und früheren Schlagzeuger, der mit seiner Stimme und seinen Texten Generationen von Fans geprägt habe.
Brad Arnolds offener Kampf gegen Nierenkrebs
Im Mai 2025 wandte sich Rocksänger Brad Arnold mit einer Videobotschaft an seine Anhänger und machte seine schwere Diagnose öffentlich. Die Ärzte hatten Nierenkrebs im vierten Stadium festgestellt, der bereits in die Lunge gestreut hatte, wie t-online.de meldet.
In dem Clip sprach Arnold ungewöhnlich offen über seine Situation: „Das ist nicht wirklich gut“, sagte er damals, fügte jedoch hinzu, dass er keine Angst habe, weil sein Glaube ihm Kraft gebe. Zugleich bat er die Fans darum, ihn in ihre Gebete einzuschließen.
Wegen der Erkrankung musste die Band ihre geplante Sommertour in den USA absagen – seither war es auf dem offiziellen Instagram-Account von 3 Doors Down weitgehend still geblieben.
3 Doors Down und der weltweite Erfolg von „Kryptonite“
Mitte der 1990er-Jahre gründete Musiker Brad Arnold im US-Bundesstaat Mississippi zusammen mit seinen Highschool-Freunden Matt Roberts und Todd Harrell die Band 3 Doors Down. Den Grundstein für den späteren Welterfolg legte der Song „Kryptonite“, den Arnold nach eigenen Angaben bereits mit 15 Jahren im Matheunterricht schrieb. Zunächst auf einem Demoband veröffentlicht, entwickelte sich der Titel schnell zum Radiohit.
1999 wurde „Kryptonite“ neu aufgenommen, die Single erschien im Januar 2000 und kletterte in den Billboard Hot 100 bis auf Platz drei. Das dazugehörige Debütalbum „The Better Life“ verkaufte sich millionenfach und machte 3 Doors Down zu einem festen Namen im Mainstream-Rock.
Hits, Auszeichnungen und prägende Rock-Hymnen
Mit dem Erfolg von „Kryptonite“ war der Weg für eine internationale Karriere geebnet. Das Debütalbum „The Better Life“ erreichte Platz sieben der Billboard 200, weitere Veröffentlichungen wie „Seventeen Days“ (2005) und das 2008 erschienene Album „3 Doors Down“ schafften es sogar an die Spitze der US-Charts.
Die Band wurde 2001 mit dem American Music Award als bester neuer Künstler geehrt. In Deutschland prägten vor allem Balladen wie „Here Without You“ das Bild der Gruppe. Auch Songs wie „When I'm Gone“, „Let Me Go“ und „It's Not My Time“ liefen weltweit im Radio und auf großen Festivalbühnen.
Für „Kryptonite“ gab es zudem eine Grammy-Nominierung, die den Status der Band im internationalen Rockgeschäft untermauerte.
Abschied von einem prägenden Frontmann
Im offiziellen Statement betonte die Band, Brad Arnold habe geholfen, die Mainstream-Rockmusik neu zu definieren. Seine Texte verbanden persönliche Emotionen mit Themen wie Glaube, Hoffnung und Zusammenhalt. „Seine Musik hallte weit über die Bühne hinaus nach und schuf Momente der Verbundenheit, Freude, des Glaubens und gemeinsamer Erfahrungen, die noch lange nach seinen Auftritten weiterleben werden“, so die Musiker.
Neben seiner künstlerischen Rolle beschrieben sie ihn als hingebungsvollen Ehemann für Jennifer, als humorvollen, großzügigen Freund und als Menschen, der anderen stets Mut machte. In den sozialen Netzwerken verabschieden sich Fans und Weggefährten mit Dankesbotschaften – für viele bleibt Brad Arnold als Stimme von 3 Doors Down und als Kämpfer gegen eine schwere Krankheit in Erinnerung.