Von der ersten bis zur 16. und damit letzten Staffel von „Hinter Gittern“ war Barbara Freier fester Bestandteil der erfolgreichen Serie mit den knallharten Frauen aus dem Knast. Als Uschi kam sie wegen mehrerer Straftaten ins Gefängnis. Ganze zwei Tötungsdelikte, darunter der Mord an der Geliebten ihres Mannes, und zwei versuchte Morde musste sie absitzen.
„Hinter Gittern“: Das wurde aus Uschi
Im Jahr 2007 flimmerte die letzte Folge von „Hinter Gittern“ über die Bildschirme. Bis heute gehört die Serie zu deutschen Produktionen, die wir uns zurückwünschen.
Und was wurde aus Barbara Freier? Auch danach konnte sie an ihre Schauspielkarriere anknüpfen. 2013 stand sie für den Film „Drei in einem Bett“ an der Seite von Nadja Becker und Bert Tischendorf vor der Kamera.
Barbara Freier arbeitet mittlerweile zunehmend in einer anderen Branche. Sie nutzt ihre tiefe, rauchige und markante Stimme und ist als Sprecherin für Film, TV und Radio tätig. Auch einige Hörspiele hat sie bereits gelesen.
Seit einiger Zeit ist es um die Sprecherin ruhiger geworden. Aktuelle Fotos von Barbara Freier gibt es leider nicht. Uns wird sie ohnehin immer als Gefängnisinsassin im Gedächtnis bleiben. 2017 konnte sie allerdings einen kleinen Gastauftritt als Gabi Mahlo in der „SOKO Wismar“ feiern.
Kult-Serie „Frauenknast“
Als „Hinter Gittern – Der Frauenknast“ 1997 bei RTL startete, ahnte niemand, dass sich die Serie zu einer der prägenden deutschen TV-Serien entwickeln würde. In der fiktiven JVA Reutlitz in Berlin trafen gebrochene Biografien, Machtkämpfe und extreme Gefühle aufeinander. Action, Romantik, Spannung und eine ordentliche Portion Ironie sorgten dafür, dass sich ganz unterschiedliche Zuschauergruppen von den Geschichten aus dem Frauenknast angezogen fühlten.
Im Mittelpunkt der Serie steht Schauspielerin Katy Karrenbauer als Christine „Walter“ Walter, eine Bankräuberin, die zur unangefochtenen Autorität unter den Insassinnen wird. Ihre Figur trägt schwere Schuld, übernimmt aber auch Taten anderer – etwa beim Mord an Erich Gomulka – und wächst zur Beschützerin für Schwächere wie Nina Teubner heran. Vergewaltigung, Tablettenabhängigkeit und immer neue Fluchtversuche machen sie zur tragischen Heldin, deren letzter Satz „Wartet auf mich!“ das offene Ende der Serie prägt.
Drehort, Ableger und das Erbe von Reutlitz
Gedreht wurde auf dem Gelände der ehemaligen Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne in Berlin-Spandau, deren Backsteinbauten mit echten Hof- und Innenkulissen zur unverwechselbaren Knast-Atmosphäre beitrugen. Nach Serienende wurden die meisten Sets abgerissen, nur Gärtnerei und Kapelle blieben zurück und verfallen inzwischen.
Das Set diente zudem anderen Serien wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ oder „Der Puma – Kämpfer mit Herz“ als Gefängniskulisse. Heute lebt die komplette Saga im Streaming bei RTL+ weiter und bleibt ein Meilenstein deutscher TV-Geschichte.