Sänger D4vd steht im Zentrum eines Falls, der seit Monaten viele Fragen offenließ. Der 21-Jährige, der mit bürgerlichem Namen David Anthony Burke heißt, wurde in Los Angeles festgenommen und ohne Möglichkeit auf Kaution in Gewahrsam genommen, wie BBC berichtet.

Nach Angaben der Polizei soll der Fall am Montag der Staatsanwaltschaft vorgelegt werden. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der Tod der 14-jährigen Celeste Rivas Hernandez, deren sterbliche Überreste im September in einem Tesla entdeckt wurden, der mit einer Adresse des Musikers in Texas registriert war.

D4vd nach Grand-Jury-Ermittlungen festgenommen

Wie die BBC berichtet, war D4vd Ziel einer Grand-Jury-Untersuchung wegen eines mutmaßlichen Tötungsdelikts. Die Festnahme am Donnerstag gilt als erste größere Entwicklung in dem Verfahren seit Monaten.

Zuvor hatte sich der Musiker öffentlich kaum geäußert. Seine Vertreter hatten lediglich erklärt, dass er mit den Behörden kooperiere. Die BBC teilte zudem mit, dass eine Anfrage an sein Team nach der Festnahme gestellt wurde. Damit rückt ein Fall erneut in den Fokus, der seit dem Herbst nur in kleinen Schritten voranging.

Celeste Rivas Hernandez wurde in Hollywood entdeckt

Die Leiche der Jugendlichen wurde am 8. September 2025 auf einem Abschlepphof in Hollywood gefunden, nachdem ein übler Geruch aus dem Fahrzeug gemeldet worden war. Laut Gerichtsunterlagen lagen Kopf und Oberkörper in einem Leichensack im vorderen Kofferraum des Tesla.

Die Gerichtsmedizin beschrieb den Zustand als stark verwest und legte sich zunächst nicht auf eine Todesursache fest. Behörden erklärten, Celeste könne bereits mehrere Wochen tot gewesen sein. Bis heute wurde keine offizielle Todesursache bekanntgegeben, der Fall wurde über Monate lediglich als Todesermittlung geführt.

Vermisstenfall begann lange vor dem Fund

Celeste Rivas Hernandez lebte rund 120 Kilometer von dem Ort entfernt, an dem ihr Körper entdeckt wurde. Ihre Familie hatte sie bereits im April 2024 als vermisst gemeldet. Nach damaligen Angaben war es nicht das erste Mal, dass sie von zu Hause in Lake Elsinore weggelaufen war, wie BBC berichtet.

Tattoo und Familienvorladung rücken in den Fokus

Weitere Akten kamen ans Licht, nachdem Angehörige des Sängers aus Texas von einem kalifornischen Gericht als Zeugen vor die Grand Jury geladen worden waren. D4vds Vater Dawud Burke ging juristisch gegen diese Vorladung vor und legte dabei Material aus dem Verfahren vor, das bislang nicht öffentlich zugänglich war.

Daraus ging hervor, dass der Musiker als „Zielperson“ der Ermittlungen geführt wurde und ihm ein Mordvorwurf drohen könnte. Besonders auffällig: Celeste trug ein Tattoo mit der Aufschrift „Psst…“ am Zeigefinger, ein Motiv, das dem des Sängers stark ähnelt, so die BBC.