Schlager-Ikone Peter Kraus hat über einen Verlust gesprochen, der sein Leben bis heute prägt. Vor 25 Jahren starb seine Adoptivtochter Gaby im Alter von nur 39 Jahren an Brustkrebs. Der in München geborene Musiker hatte sie nach der Hochzeit mit Ehefrau Ingrid adoptiert, damals war das Mädchen sieben Jahre alt.

Peter Kraus nennt Entscheidung der Tochter einen Fehler

Peter Kraus sprach im Interview mit „Meine Freizeit“ über einen Punkt, der ihn offenbar bis heute nicht loslässt. Gaby habe sich damals gegen einen Arzt entschieden, den er ihr empfohlen hatte, und stattdessen einen anderen Mediziner aufgesucht. „Das war mit Sicherheit ein Fehler. Sonst könnte sie noch leben“, so der Sänger.

Besonders schmerzlich ist für ihn, dass seine Tochter seinen Namen nicht nutzen wollte, um sich Hilfe zu verschaffen: „Sie hat sich immer geweigert, meinen Namen in irgendeiner Form zu Hilfe zu nehmen. Weil sie dachte, so ein 'Schickimicki-Arzt' sei nicht ihre Sache, wechselte sie zu einem anderen Arzt.“

Ingrid Kraus erhebt schwere Vorwürfe zur Behandlung

Auch Ingrid Kraus schilderte sehr genau, wie sie die damalige Behandlung ihrer Tochter erlebt hat. Ihrer Erinnerung nach habe ein Arzt zunächst erklärt, es handle sich wohl nur um einen Milchknoten in der Brust. Zur Beruhigung sei zwar eine Biopsie angekündigt worden, doch dazu sei es nie gekommen.

Stattdessen habe direkt ein Eingriff begonnen, nur unter örtlicher Betäubung. Für Ingrid Kraus ist die Sache bis heute klar: „Sie ist einfach nicht richtig behandelt worden.“ Besonders belastend sei gewesen, dass sich hinter dem entfernten Knoten noch ein weiterer befunden habe.

Sohn Mike wurde für Peter und Ingrid zur Stütze

Der Tod von Gaby traf die Familie ins Mark, und noch immer ist die Trauer spürbar. Ingrid Kraus betonte, wie wichtig ihr Mann in dieser Zeit für sie gewesen sei: „Peter war mir eine absolute Stütze. Wir haben in der Zeit so viel Schreckliches erlebt.“

Auch Sohn Mike, den Ingrid und Peter Kraus 1973 bekamen, spielt bis heute eine wichtige Rolle im engen Familiengefüge. Der Zusammenhalt hat für die beiden einen hohen Stellenwert. Der Verlust der Tochter habe ihnen auf schmerzhafte Weise vor Augen geführt, wie kostbar gemeinsame Zeit mit den engsten Menschen ist.