Für Stefan Mross endet in diesem Jahr ein prägender Abschnitt seiner TV-Karriere. Der Moderator steht seit mehr als zwei Jahrzehnten für „Immer wieder sonntags“ vor der Kamera, nun wird die Schlagersendung eingestellt. Wie hart ihn die Entscheidung getroffen hat, machte der 50-Jährige jetzt in einem persönlichen Interview deutlich.
Er habe vor dem Treffen mit dem Sender noch mit einem normalen Austausch zur neuen Staffel gerechnet und sogar frische Ideen vorbereitet. Stattdessen wurde ihm mitgeteilt, dass das Format nach den letzten Live-Ausgaben beendet wird.
Stefan Mross schildert den Moment der Entscheidung
Besonders belastend war für Mross nach eigener Darstellung die Art, wie das Ende kommuniziert wurde. Schon beim Betreten des Raumes habe er gespürt, dass etwas nicht stimme. „Ich war schockiert“, sagte Stefan Mross gegenüber „t-online“.
Noch deutlicher wurde er mit Blick auf die Trennung vom Sender: „Dass man sich nach 22 Jahren so trennt, ist nicht fair. So etwas macht man nicht“, so Stefan Mross. Nach dem Gespräch habe er den Raum zunächst verlassen müssen, um wieder zu sich zu kommen. Auch Tränen seien geflossen.
„Natürlich sind da auch Tränen geflossen. So etwas steckt man nicht so leicht weg. 'Immer wieder sonntags' war meine große Liebe, mein Lebenselixier. Ich habe das 22 Jahre lang gemacht, dafür gebrannt und mein Herzblut dafür gegeben“, offenbarte er.
ARD-Aus trifft den Moderator auch finanziell
Mit dem Ende der Sendung verbindet Mross nicht nur emotionale, sondern auch wirtschaftliche Folgen. Er räumte ein, dass er nun darüber nachdenke, wie sich der Wegfall kompensieren lasse. Unterstützung bekomme er dabei aus seinem beruflichen Umfeld.
Für seine Tour „Immer wieder Stefan“ im kommenden Jahr sollen die Ticketpreise sinken, zugleich verzichten beteiligte Künstler auf einen Teil ihrer Gage. Mross beschreibt das als solidarische Hilfe in einer schwierigen Phase: „Diesbezüglich unterstützen sie mich auch.“
Gespräche mit Privatsendern laufen bereits
Trotz des Rückschlags gibt sich Mross kämpferisch. Es könnte sogar eine Neuauflage der Show geben. Die Studiokulisse im Europa-Park soll vorerst nicht abgebaut werden: „Wir sind derzeit in Gesprächen mit Privatsendern. Ich bin zuversichtlich, dass da was klappt. Ob die Sendung dann 'Immer wieder sonntags' heißt, wie das Konzept aussieht etc. kann ich noch nicht sagen, aber wir bleiben dran“, so Mross.
Eine andere TV-Richtung schließt er dagegen aus. Im „Bild“-Interview machte er klar: „Ins Dschungelcamp oder 'Sommerhaus der Stars' würde ich niemals gehen.“