Das Ende von „Immer wieder sonntags“ trifft viele Schlagerfans hart. Über Jahrzehnte gehörte die ARD-Sendung fest zum Sommerprogramm, mehr als 20 Jahre lang stand Stefan Mross als Gastgeber auf der Bühne.

Während sich der Moderator selbst bislang nicht öffentlich zum Aus geäußert hat, sprechen nun Schlagersängerin und Ex-Frau Stefanie Hertel und Tochter Johanna Mross über die Entscheidung. Beide machen deutlich, dass sie den Abschied bedauern. Gleichzeitig ordnen sie die Entwicklung in einen größeren Wandel der Fernsehlandschaft ein, der längst viele etablierte Formate erreicht hat.

Stefanie Hertel und Johanna Mross nennen das Ende schade

Im Gespräch mit dem Magazin „Die 2“ fanden Mutter und Tochter zunächst klare Worte. „Das ist sehr schade“, so Stefanie Hertel. Auch Johanna Mross, die 24-jährige Tochter von Hertel und Stefan Mross, bewertet das Ende der traditionsreichen Sendung mit einer Mischung aus Wehmut und Gelassenheit.

Sie verweist darauf, dass das Format seit vielen Jahren zum Fernsehen gehört habe. Zugleich macht sie deutlich, dass sich Wege verändern können und nach einem Einschnitt oft neue Möglichkeiten entstehen.

Johanna Mross blickt pragmatisch auf die Zukunft

Vor allem Johanna Mross richtet den Blick nach vorn. „Es ist eine Sendung, die es seit 1995 gibt. Aber das Leben geht weiter und ich glaube, wo eine Tür zugeht, geht eine andere auf“, sagte Johanna Mross. Auch für Stefan Mross dürfte diese Haltung wichtig sein, denn seine Rolle war über viele Jahre eng mit der Sendung verbunden. Für viele Zuschauer bleibt er dennoch das prägende Gesicht des Formats.

Stefanie Hertel sieht Wandel im linearen Fernsehen

Stefanie Hertel betrachtet die Entscheidung nicht nur aus persönlicher Sicht, sondern auch mit Blick auf die Branche. Nach ihrer Einschätzung werden immer mehr Sendungen eingestellt, weil sich das Medienverhalten stark verändert hat. Besonders das lineare Fernsehen verliere an Bedeutung, während Streaming-Angebote stetig wachsen.

Für Künstlerinnen und Künstler sei diese Entwicklung nicht immer leicht, weil klassische TV-Auftritte lange als wichtige Plattform galten. Hertel beschreibt damit einen Prozess, der weit über eine einzelne Unterhaltungssendung hinausgeht und inzwischen viele Bereiche des deutschen Fernsehens betrifft.

ARD und SWR nennen finanzielle Gründe für das Aus

Die Sender selbst haben die Einstellung bereits offiziell bestätigt. Als Grund nannten ARD und SWR vor allem die angespannte wirtschaftliche Lage. SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler sprach von einer schwierigen Entscheidung, die sorgfältig abgewogen worden sei.

Gleichzeitig würdigte ARD-Programmdirektorin Christine Strobl den langjährigen Moderator und hob seine Bedeutung für die Show hervor. Ganz abrupt endet das Format jedoch nicht: Geplant sind mehrere Live-Ausgaben ab Ende Mai 2026, dazu eine Abschlussshow Anfang September sowie eine Best-of-Sendung. Für viele Fans ist das ein letzter, wehmütiger Abschied.