Das Ende von „Immer wieder sonntags“ trifft viele Fans des deutschen Schlagers hart. Nun hat sich auch Schlagersängerin Anna-Carina Woitschack zum bevorstehenden Aus der ARD-Show, die von ihrem Ex Stefan Mross moderiert wird, geäußert und dabei eine klare Haltung formuliert.

Für sie geht es nicht nur um eine einzelne Sendung, sondern um die Frage, wie viel Raum das Genre künftig noch im Fernsehen bekommt. Besonders wichtig ist ihr dabei der Blick auf junge Künstler, die solche Formate als Sprungbrett nutzen konnten und nun eine wichtige Bühne verlieren.

Anna-Carina Woitschack bedauert weniger TV-Plattformen

Woitschack macht vor allem der schwindende Platz für Schlager im Fernsehen zu schaffen. „Ich finde es schade, dass die Plattformen für Künstler weniger werden“, sagte sie im Interview mit Der Westen. Gerade für Nachwuchstalente seien Musikshows im TV eine große Chance, ein breites Publikum zu erreichen.

Die Sängerin betonte zudem, dass sie sich wünsche, dass Schlager weiter fest im Programm verankert bleibt. Sie selbst war über Jahre auch fester Teil von „Immer wieder sonntags“ und während ihrer Beziehung mit Stefan Mross stets an seiner Seite dabei.

Anna-Carina Woitschack glaubt weiter an das Publikum

Einen mangelnden Zuspruch der Zuschauer sieht die 33-Jährige ausdrücklich nicht als Grund für das Ende der Show: „Ich habe nicht das Gefühl, dass die Fans die Sendungen nicht wollen. Im Gegenteil: Man sieht bei den Live-Auftritten, dass die Leute Schlager lieben.“ 

Damit widerspricht sie der Annahme, das Genre verliere generell an Zugkraft. Im Fernsehen sei der Platz kleiner geworden, auf den Bühnen aber bleibe die Begeisterung aus ihrer Sicht deutlich spürbar. Genau darin liegt für sie ein wichtiger Unterschied.

Florian Silbereisen und Giovanni Zarrella als wichtige Stützen

Trotz der Enttäuschung blickt Woitschack nicht nur skeptisch auf die Entwicklung. Sie verweist auf bestehende Formate mit Florian Silbereisen, Giovanni Zarrella und auch den „Fernsehgarten“ mit Andrea Kiewel. Solche Sendungen seien für den Schlager weiterhin zentral, weil sie Künstlern Sichtbarkeit geben und das Genre im Hauptprogramm halten.

Auch die eingestellte „Beatrice Egli Show“ zeigt, wie stark sich die TV-Landschaft verändert hat. Für viele in der Branche geht es deshalb längst um mehr als nur um eine einzelne Entscheidung.

Letzte Live-Ausgabe läuft Anfang September

Fest steht inzwischen, dass die ARD „Immer wieder sonntags“ nach dieser Saison beendet. Bereits im März hatten ARD und SWR die Einstellung offiziell bestätigt und finanzielle sowie strategische Gründe genannt.

Die letzte reguläre Live-Ausgabe läuft am 6. September 2026, eine Best-of-Sendung folgt am 13. September. Die Musikshow war erstmals 1995 zu sehen, Stefan Mross übernahm 2005 die Moderation. Trotz des beschlossenen Endes waren die Quoten zuletzt solide: Im vergangenen Jahr sahen im Schnitt 1,26 Millionen Menschen die zwölf Live-Ausgaben, der Marktanteil lag bei rund 17 Prozent.