Schlagersänger Peter Petrel ist tot. Der Musiker starb im Alter von 86 Jahren in seiner Wahlheimat Koblenz im Kreis seiner Familie. Das bestätigt ein Vertrauter der Familie laut Spiegel. Petrel, der als Peter Sauer in Bad Frankenhausen geboren wird, prägte über Jahrzehnte Schlager, Jazz und Unterhaltung. Seinen größten Chart-Erfolg feierte er Anfang der 1970er mit dem Duo Windows. Später folgten weitere bekannte Titel als Solokünstler und mit der Hamburger Rentnerband. Auch im hohen Alter blieb er der Bühne und seiner Musik treu.
Tina Petrel schildert die letzten Stunden
Seine Ehefrau Tina beschreibt den Abschied mit sehr persönlichen Worten. „Peter schlief ganz friedlich ein. Vorher konnte er sich noch von seinem Sohn telefonisch verabschieden. Es war ganz harmonisch und er hatte keine Schmerzen“, so Tina Petrel laut Focus.
Der Sänger starb am Freitag, 18. September 2026. Zu seiner Familie gehören nicht nur seine Frau, sondern auch der Sohn, von dem er sich noch verabschieden konnte. Der Tod des Musikers trifft sein engstes Umfeld in Koblenz, wo er seit Jahren lebte.
Peter Petrel landet mit Windows einen Nummer-eins-Hit
Seinen größten Erfolg feierte Peter Petrel 1972 gemeinsam mit Jeannie McKinley im Duo Windows. Mit „How Do You Do?“ erreichte das Paar Platz eins der deutschen Charts. Der Musiker kam jedoch nicht aus dem klassischen Schlager allein. Schon früh stand er auf der Bühne und bewegte sich zunächst im Skiffle und Jazz.
1968 nahm er seine erste Single noch unter seinem bürgerlichen Namen Peter Sauer auf. Im selben Jahr wurde er als Jazzsänger mit dem Goldenen Mikrophon ausgezeichnet und blieb diesem Genre auch später verbunden.
Hamburger Rentnerband und Solokarriere prägen die nächsten Jahre
Ab 1974 gehörte er zur Hamburger Rentnerband und landete mit „Hamburger Deern“ einen weiteren bekannten Hit. Das Lied ist eine deutsche Fassung von „Liverpool Lou“ von The Scaffold und hält sich 16 Wochen in den deutschen Charts.
Auch als Solosänger war er erfolgreich. Zu seinen bekannten Titeln zählen „Ich bin viel zu bescheiden“, „Traumjob bei der Geisterbahn“, „Nimm den großen Vorschlaghammer“ und „Ein Mann wie ein Baum“. Für zwei seiner Lieder bekam er sogar eigene Fernsehsendungen im ZDF.
Jazz bleibt bis zuletzt ein fester Teil seiner Karriere
Neben dem Schlager blieb der Jazz ein zentrales Feld seines Schaffens. 1981 erhielt er für das Dixieland-Album „Happy Music Every Day“ den Deutschen Schallplattenpreis. Später trat er mit den Swinging Petrels auf und arbeitete mit verschiedenen Jazzformationen zusammen, auch auf Bühnen in Nordamerika und Asien.
Im Jahr 2000 wurde er Ehrenbürger von New Orleans. Nach einem Schlaganfall 2015 kehrte er nach Klinik und Reha wieder auf die Bühne zurück. 2004 belebte er Windows mit seiner Frau Tina Wulf neu, 2021 war er noch bei „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ zu sehen.