Die Nachricht trifft viele Fans der Schlager- und Volksmusikszene hart: 2026 endet „Immer wieder sonntags“ nach mehr als drei Jahrzehnten. SWR und ARD haben beschlossen, das Format ab 2027 nicht weiterzuführen. Damit verschwindet eine feste Größe des Sonntagvormittags aus dem Ersten.
Besonders im Fokus steht Moderator Stefan Mross, der die Sendung seit 2005 prägt. Nun hat sich der Entertainer erstmals selbst dazu geäußert – zurückhaltend, aber mit klarer Haltung. Statt Wehmut stellt er die verbleibenden Ausgaben und die Freude auf die letzte Staffel in den Mittelpunkt.
Stefan Mross spricht über das Ende der Sendung
Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung wurde Stefan Mross gefragt, ob ihn das Aus traurig mache. Seine Antwort fiel vorsichtig aus: „Ich wollte mich dazu ja nicht äußern, und ich darf es auch nicht“, so Stefan Mross.
Zugleich machte der Moderator deutlich, worauf er seinen Blick jetzt richtet: „Ich habe wirklich eine tolle Zeit gehabt, und wir haben jetzt noch 13 Sendungen vor uns. Da ist die Vorfreude auf die Saison größer. Es werden wieder Millionen Leute begeistert sein, und wir werden eine saugeile Staffel hinlegen wie jedes Jahr.“
SWR nennt finanzielle Gründe für das Aus
Dass die beliebte Musiksendung endet, liegt nicht an schwachen Quoten. Im Gegenteil: Das Format gehörte über Jahre zu den erfolgreichsten Volksmusiksendungen im deutschen Fernsehen. Wie suedkurier.de berichtet, erklärte SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler, die Entscheidung sei trotz des Erfolgs schwergefallen.
Ausschlaggebend sei die wirtschaftliche Lage des Senders. Ein Teil der bisherigen Mittel solle eingespart, ein anderer in neue digitale Unterhaltungsformate investiert werden. Auch ARD-Programmdirektorin Christine Strobl würdigte Stefan Mross und seine Rolle für die Entwicklung der Show seit seinem Einstieg als Nachfolger von Max Schautzer.
Fans starten Petitionen für „Immer wieder sonntags“
Die Reaktionen auf das angekündigte Ende fallen emotional aus. Viele treue Zuschauer wollen sich mit der Entscheidung nicht abfinden. Inzwischen wurden zwei Petitionen gestartet, die den Erhalt der Sendung fordern. Für Stefan Mross ist diese Unterstützung ein wichtiges Signal.
Er wertet die Enttäuschung des Publikums und die weiterhin starken Quoten als Bestätigung seiner Arbeit. „Wenn die Leute abschalten würden oder die Sendung nicht mehr laufen würde, würde ich denken: Da habe ich was falsch gemacht“, so Mross laut SZ.
Letzte Folgen laufen bis September 2026
Bis zum endgültigen Abschied bleibt dem Publikum noch eine komplette Abschiedssaison. Laut SWR wurden insgesamt 378 Folgen in 31 Staffeln produziert. In diesem Jahr entstehen die letzten 13 Live-Ausgaben mit Stefan Mross. Los geht es am 31. Mai 2026 mit den regulären Sendungen. Hinzu kommt Anfang September ein großes Finale, gefolgt von einer Best-of-Ausgabe.
Ein Nachfolgeformat ist nach aktuellem Stand nicht geplant. Auch zu seiner eigenen Zukunft bei der ARD äußerte sich Mross nur knapp. Mehr dazu wolle er nach eigener Ankündigung in der ersten Ausgabe der neuen Saison sagen.