Rennfahrer Albert Fürst von Thurn und Taxis (42) erlebt in der Südsteiermark dramatische Stunden: Bei der Rebenland Rallye in Pößnitz stürzt sein Škoda Fabia RS Rally2 rund 50 Meter einen Abhang hinunter. Das Familienoberhaupt der traditionsreichen Adelsfamilie muss schwer verletzt aus den Trümmern befreit und per Hubschrauber in eine Klinik geflogen werden.
Laut einem Sprecher des Veranstalters klagte der Regensburger im zerstörten Cockpit über starke Schmerzen im Lendenwirbelbereich, während Einsatzkräfte mit einem Kran das Wrack sichern. Später spricht der Motorsportler von „sieben Schutzengeln“ – ein Hinweis darauf, wie knapp er einem noch schlimmeren Ausgang entgangen ist.
Albert von Thurn und Taxis verliert Kontrolle auf Panoramastraße
Der Unfall ereignet sich bei der vierten Wertungsprüfung auf der Panoramastraße in Pößnitz. Nach drei von sieben Prüfungen liegt Albert von Thurn und Taxis am ersten von zwei Renntagen aussichtsreich auf Rang drei der offenen österreichischen Meisterschaft. Dann verliert der 42-Jährige plötzlich die Kontrolle über seinen Rallye-Boliden.
Die Rennleitung teilt mit, dass das Fahrzeug von der Strecke abkommt und etwa 50 Meter in die Tiefe stürzt. Ein Schutzkäfig im Wagen dürfte dabei entscheidend gewesen sein: Die Konstruktion soll die Wucht des Aufpralls abgefangen und das Leben von Fahrer und Beifahrerin geschützt haben.
Beifahrerin Jara Hain meldet sich aus dem Krankenhaus
An Alberts Seite sitzt Co-Pilotin Jara Hain, die bei dem Crash Rückenschmerzen erleidet und in ein Krankenhaus nach Wagna gebracht wird. Von dort sendet sie ein erstes Lebenszeichen: In einer Instagram-Story zeigt sie sich lächelnd im Krankenbett mit nach oben gestrecktem Daumen.
„Ich bin überwältigt von all der Unterstützung und den Genesungswünschen nach unserem Unfall“, schreibt sie auf Instagram. Weiter erklärt sie: „Wir sind beide okay, trotz der Umstände. Danke an alle.“ Das Bild der sichtlich gezeichneten, aber tapferen Beifahrerin wirkt wie ein vorsichtiges Signal der Entwarnung nach den dramatischen Stunden an der Strecke.
Gloria von Thurn und Taxis gibt vorsichtige Entwarnung
Auch Mutter Gloria von Thurn und Taxis, 66, meldet sich nach den bangen Momenten um ihren Sohn zu Wort. Gegenüber der Mediengruppe Bayern kann sie etwas Druck aus der Situation nehmen: „Es muss Gott sei Dank nicht operiert werden“, erklärt sie.
Zuvor hatte die „Mittelbayerische Zeitung“ berichtet, dass Albert von Thurn und Taxis bei der Rallye in der Südsteiermark schwer verunglückt sei. Für die Familie, die seit Jahren mit dem Motorsport eng verbunden ist, ist der Unfall ein Schock – doch die Nachricht, dass keine Operation nötig ist, lässt zumindest ein wenig Erleichterung zu.
Motorsport-Karriere des 42-Jährigen gerät ins Wanken
Albert von Thurn und Taxis ist im Rennsport kein Unbekannter: Der Unternehmer und Adelige feiert in der Vergangenheit große Erfolge auf der Strecke, wird 2010 sogar Meister der ADAC GT Masters. Der Start bei der Rebenland Rallye mit dem Škoda Fabia RS Rally2 ist ein weiterer Baustein seiner ambitionierten Motorsport-Laufbahn.
Nach dem schweren Unfall stehen nun jedoch Gesundheit und Genesung im Vordergrund. Während Fans und Weggefährten Genesungswünsche senden, stellt sich die Frage, wie und wann der 42-Jährige in ein Rallye-Cockpit zurückkehren kann – und welche Rolle der Schutzkäfig und sein sprichwörtliches Glück künftig in seinen Entscheidungen spielen werden.