Der norwegische Palast hat bestätigt, dass  Prinzessin Mette-Marit im Nationalkrankenhaus in Oslo eine Lungentransplantation erhalten hat. Damit endet eine belastende Phase des Wartens auf ein passendes Spenderorgan. Zugleich beginnt für die Kronprinzessin eine Zeit, die von medizinischer Betreuung, Rehabilitation und vielen offenen Fragen geprägt ist. Innerhalb der Familie war die Anspannung zuletzt groß, denn auch der Zeitpunkt des Eingriffs ließ sich nur sehr kurzfristig planen.

Prinzessin Mette-Marit erhielt eine Spenderlunge in Oslo

In der Mitteilung des Königshauses heißt es, die Operation sei erfolgreich verlaufen. „Die Kronprinzessin hat sich im Nationalkrankenhaus in Oslo einer erfolgreichen Lungentransplantation unterzogen“, teilte der Palast mit. Für Mette-Marit ist das ein wichtiger erster Schritt. Nach Jahren mit ihrer chronischen Lungenerkrankung eröffnet sich damit die Chance auf mehr Stabilität im Alltag und eine neue gesundheitliche Perspektive.

Mette-Marit stand erst seit Anfang Juni auf der Warteliste

Bereits am 5. Juni hatte der Hof öffentlich gemacht, dass die Kronprinzessin auf die Warteliste für eine Spenderlunge gesetzt worden war. Vorausgegangen waren Untersuchungen und Gespräche im Rikshospitalet, zu denen sie von Prinz Haakon und Tochter Ingrid Alexandra begleitet wurde. Eine Voraussetzung für diesen Schritt war die Einschätzung, dass ihre Lebenserwartung ohne Transplantation nur noch ein bis zwei Jahre betragen hätte. Kurz nach der Mitteilung zog sich Mette-Marit aus der Öffentlichkeit zurück. Der Palast kündigte damals an, das nächste Gesundheitsupdate erst nach der Operation zu veröffentlichen.

Einige Wochen Klinikaufenthalt sind nun fest eingeplant

Nach dem Eingriff bleibt die Kronprinzessin zunächst stationär im Rikshospitalet. „Wie alle anderen frisch transplantierten Patienten wird auch die Kronprinzessin für einige Wochen im Rikshospitalet stationär aufgenommen“, sagte Are Holm in der Pressemitteilung. Dabei geht es um die genaue Einstellung der Medikamente, die Behandlung möglicher Komplikationen und erste Schritte der Reha. Auch Prinz Haakon reagierte auf die Lage: Wie berichtet wurde, sagte er am Dienstag kurzfristig einen Termin ab und strich auch eine Verpflichtung am Mittwoch. Das unterstreicht, wie eng die Familie diese Phase begleitet.