Die Sorge um Kronprinzessin Mette-Marit ist groß. Der norwegische Hof teilte am Freitag mit, dass die 52-Jährige nun auf der Warteliste für eine Lungentransplantation steht. Damit hat sich ihr Gesundheitszustand weiter verschlechtert.
Mette-Marit leidet seit Jahren an Lungenfibrose, einer chronischen Erkrankung, bei der das Lungengewebe zunehmend vernarbt und die Atmung immer stärker eingeschränkt wird. Schon seit Monaten war bekannt, dass eine Transplantation notwendig werden könnte. Nun ist klar: Der Eingriff soll so schnell wie möglich erfolgen.
Mette-Marit steht auf Warteliste für neue Lunge
In der offiziellen Mitteilung des Hofes wird die Lage sehr ernst beschrieben. „Die Entwicklung der Lungenerkrankung der Kronprinzessin ist ernst. Nach einer umfassenden medizinischen Beurteilung wurde sie nun auf die Liste der Personen gesetzt, die so bald wie möglich eine Lungentransplantation erhalten sollen“, so Mette-Marits Arzt, Lungenspezialist Are Holm.
Bis zu dem Eingriff wird Mette-Marit keine offiziellen Termine wahrnehmen und auch ihre Arbeit vorerst nicht wie gewohnt fortsetzen können.
Ingrid Alexandra kehrt für ihre Mutter nach Norwegen zurück
Wie stark die Situation die ganze Familie betrifft, zeigt auch die Rückkehr von Prinzessin Ingrid Alexandra. Die 22-Jährige war erst vor wenigen Tagen aus Australien angereist, wo sie derzeit studiert. Nun wird sie ihr Austauschstudium im Herbstsemester 2026 von der Universität Sydney an die Universität Oslo verlegen.
Auch Prinz Sverre Magnus richtet seine Pläne neu aus. Er soll ab Herbst in Europa studieren und je nach Situation nach Norwegen zurückkehren. Auch Kronprinz Haakon passt sein Programm an, um mehr Zeit mit seiner Frau verbringen zu können.
Krankenhausbesuch mit Haakon und Tochter
Bereits am Donnerstag war Mette-Marit kurzzeitig im Rikshospitalet in Oslo gesehen worden. An ihrer Seite waren Kronprinz Haakon und Tochter Ingrid Alexandra. Nach rund zweieinhalb Stunden verließ die Familie das Krankenhaus wieder. Zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, ob es sich um einen Notfall oder einen regulären Termin handelte.
Inzwischen liegt nahe, dass letzte Untersuchungen und wichtige Gespräche vor der Aufnahme auf die Warteliste stattgefunden haben. Dass Tochter und Ehemann sie begleiteten, zeigt, wie eng die Familie in dieser schwierigen Phase zusammensteht.
Silberhochzeit wird verschoben
Die gesundheitliche Lage hat inzwischen auch Folgen für langfristig geplante Termine des Kronprinzenpaares. Die Feierlichkeiten zur silbernen Hochzeit, die für August 2026 vorgesehen waren, werden verschoben. Ebenso wird Mette-Marit nicht an einer geplanten Provinzreise im September teilnehmen.
Der Hof machte deutlich, dass sich ihr Zustand auf das gesamte Programm der Kronprinzenfamilie auswirkt. Für die Öffentlichkeit bedeutet das wohl, dass die Kronprinzessin für längere Zeit kaum zu sehen sein wird. Im Mittelpunkt steht jetzt allein ihre medizinische Versorgung und die Unterstützung durch ihre Familie.