Nach ihrer schweren Lungenoperation ist Prinzessin Mette-Marit wieder zu Hause. Die norwegische Kronprinzessin durfte das Osloer Rikshospitalet nach knapp vier Wochen verlassen und erholt sich nun im privaten Umfeld. Für die 52-Jährige beginnt damit jedoch erst die nächste Phase: In den kommenden sechs bis zwölf Monaten steht eine eng begleitete Rehabilitation unter Aufsicht ihrer behandelnden Pneumologen an.

Seit 2018 lebt Mette-Marit mit einer unheilbaren Lungenfibrose, vor der Transplantation war sie auf ein mobiles Sauerstoffgerät angewiesen. Ihr Gesundheitszustand bewegt viele Menschen in Norwegen seit Wochen.

Prinz Haakon gibt vorsichtiges Update zu Mette-Marit

Prinz Haakon äußerte sich am Sonntag bei einem Termin im brandgeschädigten Krokstadelva nahe Drammen auch zum Zustand seiner Frau. Der 53-Jährige zeigte sich positiv, blieb aber zurückhaltend. „Glücklicherweise geht es ihr besser, vielen Dank. Aber es ist der Anfang eines ziemlich langen Weges, um wieder ganz die Alte zu werden“, sagte Haakon laut „De Telegraaf“.

Der Auftritt fand in einem ernsten Rahmen statt: Haakon besuchte das Gebiet nach einem verheerenden Brand, bei dem mehr als 100 Häuser zerstört wurden und 400 Menschen ihr Zuhause verlassen mussten.

Reha unter strenger medizinischer Aufsicht

Mit der Entlassung aus der Klinik ist die Behandlung für Mette-Marit keineswegs abgeschlossen. Die Kronprinzessin steht nun vor Monaten der Rehabilitation, die streng medizinisch begleitet wird. Bereits am 5. Juni 2026 war sie auf die norwegische Organwarteliste gesetzt worden.

Dass nun die Erholung zu Hause möglich ist, gilt als wichtiger Schritt. Gleichzeitig macht Haakons Formulierung deutlich, dass der Weg zurück in den Alltag lang werden dürfte und Geduld gefragt ist.

Lungen-Experte ordnet die Aussichten ein

Auch aus medizinischer Sicht ist der Genesungsprozess nach einer Lungentransplantation anspruchsvoll. Der schwedische Oberarzt Jesper Magnusson, medizinischer Leiter für Lungentransplantationen am Sahlgrenska-Universitätskrankenhaus in Göteborg, erklärte gegenüber „TV 2“: „Das Ziel ist, dass die Patienten ein weitaus besseres Leben führen als zu der Zeit, als sie unter der Lungenerkrankung litten. Doch das Leben wird nie mehr so sein wie vor der Krankheit.“

Diese Einschätzung zeigt, wie groß die Hoffnung auf mehr Lebensqualität ist, aber auch, welche dauerhaften Folgen eine so schwere Erkrankung haben kann.