Für Prinzessin Mette-Marit von Norwegen (52) reißt die Kritik nicht ab. Sie steht seit Monaten wegen mehrerer Themen unter Druck: Neben der Debatte um ihre frühere Verbindung zu Jeffrey Epstein (†66) belastet auch der Prozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby (29) das öffentliche Bild der Familie. Das Vertrauen in die Monarchie hat darunter deutlich gelitten.

Mette-Marit verliert Patronat beim Amandus Filmfestival

Jetzt folgt der nächste Rückschlag für die Kronprinzessin: Das Amandus Filmfestival beendet die langjährige Zusammenarbeit mit der Ehefrau von Kronprinz Haakon (53). Damit verliert Mette-Marit eine weitere Schirmherrschaft im kulturellen Bereich.

Das Jugendfilmfestival in Lillehammer richtet sich an junge Filmschaffende und Studierende und legt seinen Schwerpunkt auf Inklusion, Medienkompetenz und soziales Engagement. Gerade diese Ausrichtung spielte bei der Entscheidung eine zentrale Rolle.

Laut „t-online.de“ erklärte der Vorstandsvorsitzende Jens Uwe Korten: „Unser Ziel mit dieser Entscheidung war es einzig und allein, die Werte und die Glaubwürdigkeit des Festivals zu schützen.“Der Vorstand habe den Schritt nach längerer Prüfung beschlossen und die Trennung schließlich intern abgestimmt.

Festivalleitung nennt den Schritt notwendig

Nach Angaben aus Norwegen hatte das Gremium bereits im Februar signalisiert, zunächst eine umfassendere Stellungnahme der Kronprinzessin abwarten zu wollen. Als im März ein Interview von Mette-Marit und Haakon beim Sender NRK ausgestrahlt wurde, liefen die Vorbereitungen für die Ausgabe 2026 bereits auf Hochtouren.

Nach dem Festival und über die Osterzeit wurde die Lage erneut bewertet. Am Ende fiel die Entscheidung gegen eine Fortsetzung. In der Mitteilung hieß es zudem, der Schritt sei schwierig gewesen, nach reiflicher Überlegung aber notwendig.

Mette-Marit reagiert mit Verständnis auf die Trennung

Die Kronprinzessin äußerte sich inzwischen selbst zu dem Ende der Zusammenarbeit. Wie „Bunte“ berichtet, ließ sie erklären: „Wenn einige der Organisationen das Bedürfnis haben, die Schirmherrschaft zu beenden oder zu pausieren, habe ich Verständnis dafür.“

Zugleich betonte sie, ihr gehe es vor allem darum, einen Beitrag zu leisten. Sie habe großen Respekt vor den Organisationen und den Menschen, die dort arbeiteten, und sei stolz auf deren Einsatz in Norwegen. Damit schlägt sie einen versöhnlichen Ton an.

Gesundheitsprobleme und familiäre Krisen belasten Mette-Marit

Für Mette-Marit kommt der Verlust dieser Aufgabe in einer ohnehin schwierigen Phase. Ihr Sohn Marius Borg Høiby stand zuletzt unter anderem wegen Vergewaltigung, häuslicher Gewalt und Körperverletzung vor Gericht, ein Urteil steht noch aus.

Parallel dazu ist die Kronprinzessin gesundheitlich schwer belastet: 2018 wurde bei ihr eine chronische Lungenfibrose festgestellt. Nach mehreren Trennungen von Partnerorganisationen soll sie derzeit noch 18 Schirmherrschaften innehaben. Der jüngste Schritt zeigt, wie stark der Druck auf das norwegische Königshaus geworden ist.