Seit Freitag stehen Haakon VIII. und Mette-Marit an der Spitze des norwegischen Königshauses. Doch der Start der 53-Jährigen als Königin wird von gemischten Reaktionen begleitet. Einer InFact-Erhebung im Auftrag der norwegischen Zeitung Dagbladet zufolge halten 37,8 Prozent Mette-Marit nur in geringem oder sehr geringem Maße für geeignet, das Amt auszuüben.

Gleichzeitig trauen ihr 35,8 Prozent die Rolle in großem oder sehr großem Maße zu. 16,9 Prozent ordneten sich in der Mitte ein, 9,5 Prozent antworteten mit „weiß nicht“.

Mette-Marit erhält geteilte Werte zur Eignung als Königin

Die Befragung wurde am Montag telefonisch durchgeführt, also drei Tage nach dem Tod von König Harald. Insgesamt nahmen 1.058 Personen über 18 Jahren teil. Gefragt wurde: „In welchem Maße halten Sie Mette-Marit für geeignet für die Rolle der Königin?“ 

Beim Vertrauen fällt das Urteil über die Königin klarer aus

In einer zweiten InFact-Umfrage mit 1.043 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging es um das Vertrauen in die Königin. 40,3 Prozent gaben an, wenig Vertrauen zu haben. Davon nannten 23,5 Prozent ihr Vertrauen „sehr wenig“, weitere 16,8 Prozent „wenig“.

31,4 Prozent äußerten Vertrauen, darunter 12,6 Prozent „sehr großes“ und 18,8 Prozent „großes“. 24,5 Prozent entschieden sich für keine der beiden Seiten, 3,8 Prozent antworteten mit „weiß nicht“. Damit fällt das Bild beim Vertrauen deutlicher aus als bei der Frage nach ihrer Eignung.

Krankenhausaufenthalt kam nach der Befragung

Ein aktueller Gesundheitsaspekt floss in die Erhebung noch nicht ein. Am Dienstag musste die Königin nach ihrer Lungentransplantation zur Überwachung vorübergehend in ein Krankenhaus. Die Umfrage war da bereits abgeschlossen.

Seit dem 28. August führt sie gemeinsam mit Haakon VIII. das norwegische Königshaus. Im Land richtet sich ein großer Teil der Aufmerksamkeit auf ihre neue Rolle. Gerade deshalb werden die aktuellen Werte genau verfolgt, weil sie den ersten Stimmungsstand kurz nach dem Wechsel an der Spitze des Hofes festhalten.

Vergleich mit Februar zeigt bessere Werte für Mette-Marit

Im Februar waren die Zahlen noch schwächer. Damals hatte das Analyseinstitut Norstat für Dagbladet und NRK nach ihrer Eignung als künftige Königin gefragt. 44 Prozent hielten sie zu diesem Zeitpunkt für ungeeignet, 22 Prozent für geeignet, 35 Prozent waren unentschlossen.

Beim Vertrauen sagten damals 76 Prozent, es sei gesunken. Auslöser waren dabei wohl weitere bekannt gewordene Informationen über Mette-Marits Verbindungen zu Jeffrey Epstein. Die aktuellen Werte liegen damit über dem Stand vom Februar.