Kronprinzessin Ingrid Alexandra stand in Norwegen zuletzt stark im Fokus, und eine neue Umfrage bestätigte ihren großen Rückhalt im Land. Bei der Erhebung von Verian im Auftrag von TV 2 wurden zwischen dem 2. und 8. September landesweit 985 Menschen befragt.

Das Ergebnis fiel für die 22-Jährige klar aus: Viele Norweger brachten ihr großes Vertrauen entgegen. Damit lag sie deutlich vor ihrer Mutter, Königin Mette-Marit. Auch im Umfeld des Königshauses wurde die Entwicklung aufmerksam verfolgt, weil die Rolle der jungen Thronfolgerin zuletzt immer wichtiger geworden war.

Ingrid Alexandra erreicht deutlich mehr Vertrauen

Die Befragung zeigte einen klaren Abstand zwischen Mutter und Tochter. Ingrid Alexandra kam auf 73 Prozent bei der Frage nach großem oder ziemlich großem Vertrauen. Mette-Marit erreichte dagegen 35 Prozent.

TV-2-Zahlenanalyst Terje Sørensen nannte den Unterschied laut Bunte „bemerkenswert“ und sagte über die Kronprinzessin: „Sie ist schlichtweg extrem beliebt.“ Für die neue Königin hatte sich der Wert zwar verbessert, doch an das Ergebnis ihrer Tochter reichte er nicht heran. Zuvor hatten nur 22,6 Prozent angegeben, hinter Mette-Marit zu stehen.

Früher Wehrdienst stärkte das Bild der Thronfolgerin

Königshausexperte Ole-Jørgen Schulsrud-Hansen hielt das starke Abschneiden der Kronprinzessin nicht für unerwartet. In den vergangenen Wochen habe sie viel positive Aufmerksamkeit erhalten. Als möglicher Grund galt auch ihr früherer Wehrdienst, der bei vielen Norwegern gut angekommen war.

Nach dem Tod von König Harald im Alter von 89 Jahren hatte König Haakon den Thron übernommen und war seinem Vater nachgefolgt. Mit dem Wechsel an der Spitze des Königshauses rückte auch die Frage stärker in den Vordergrund, welche Rolle Ingrid Alexandra künftig einnehmen würde.

Mette-Marit stand wegen Gesundheit und Affären unter Druck

Für Mette-Marit war die Lage schwieriger. Rund um ihre Person hatten gesundheitliche Probleme und Schlagzeilen die Debatte geprägt. Dazu gehörten ihre Verbindung zu Jeffrey Epstein sowie die Diskussionen um ihren Sohn Marius Borg Høiby, der in erster Instanz verurteilt worden war.

Deshalb gingen die Meinungen im Land auseinander, ob sie die richtige Königin für Norwegen sei. Schulsrud-Hansen sieht dennoch Chancen für sie: „Die Königin kann mit der Zeit Vertrauen und Popularität aufbauen, aber das wird natürlich durch die aktuelle Gesundheitslage erschwert.“

Monarchie blieb für viele Norweger ein wichtiges Thema

Die Umfrage machte auch deutlich, wie präsent die Monarchie in der Bevölkerung blieb. Nur drei beziehungsweise vier Prozent der Befragten gaben an, zu den abgefragten Personen keine Meinung zu haben. Für Sørensen zeigte dies, dass fast jeder im Land dazu eine Haltung hatte.

Die Debatte drehte sich damit nicht nur um persönliche Beliebtheit, sondern auch um die Stellung des Königshauses insgesamt. Gerade nach dem Thronwechsel blieb die Frage nach Vertrauen, Rückhalt und öffentlicher Akzeptanz in Norwegen eng mit den zentralen Figuren der Familie verbunden.