Prinzessin Mette-Marit hat eine Spenderlunge transplantiert bekommen. Damit endete für die Ehefrau von Prinz Haakon eine Phase großer Unsicherheit, nachdem der Palast erst Anfang Juni mitgeteilt hatte, dass sie auf der Warteliste für ein Organ steht.

Die Kronprinzessin leidet an Lungenfibrose, einer Erkrankung, die sich in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert hatte. Ihre Ärzte stuften die Lage als sehr ernst ein. Der Eingriff verlief nach Angaben des norwegischen Königshauses bisher erfolgreich, doch die medizinischen Hintergründe zeigen, wie kritisch die OP tatsächlich war.

Mette-Marit musste eine besonders riskante Operation überstehen

Die Transplantation galt als heikel, weil dafür besondere Fachkenntnisse nötig sind, wie Mette-Marits Arzt Arnt Fiane laut „Verdens Gang“ bei einer Pressekonferenz schilderte . Bei dem Eingriff wird demnach der Brustkorb geöffnet und eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Danach wird das Herz stillgelegt, ehe die erkrankte Lunge entfernt wird. Gerade dieser Schritt gilt als der schwierigste Teil der Operation.

Anschließend setzen die Ärzte das Spenderorgan ein und verbinden Blutgefäße sowie Luftröhre neu. Insgesamt dauert eine solche OP meist mehrere Stunden. Dass Mette-Marit den Eingriff überstanden hat, ist für Norwegen daher ein Moment großer Erleichterung.

Are Holm erklärte, warum die Warteliste unausweichlich wurde

Der behandelnde Arzt Are Holm machte bereits vor der Operation deutlich, wie stark sich Mette-Marits Zustand verschlechtert hatte. „In den letzten sechs Monaten hat sich ihre Lungenfibrose deutlich verschlimmert“, sagte Are Holm laut „NRK“. Demnach hätten Tests gezeigt, dass sich ihre Werte in kurzer Zeit erheblich verschlechterten.

Eine Lungentransplantation kommt nur dann infrage, wenn ein Patient schwer krank ist, zugleich aber noch stark genug für den Eingriff bleibt. Genau diese medizinische Abwägung führte dazu, dass die Kronprinzessin auf die Liste für ein Spenderorgan gesetzt wurde.

Nach der Transplantation beginnt für Mette-Marit ein langer Weg

Mit der Operation allein ist die Behandlung nicht abgeschlossen. Mette-Marit wird noch mehrere Wochen im Rikshospitalet bleiben und zunächst auf der Intensivstation überwacht. Danach folgen engmaschige Kontrollen, Gewebeproben und eine lebenslange Therapie mit immunsupprimierenden Medikamenten, damit der Körper das Organ nicht abstößt.

Die Prognosen nach einer Lungentransplantation sind ernst. Zugleich betonten die Mediziner, dass viele Patientinnen und Patienten, die diese erste schwierige Phase überstehen, später wieder ein gutes Leben führen können. Genau darauf richtet sich nun die Hoffnung des Königshauses.

Auch Ingrid Alexandra und Sverre Magnus sind betroffen

Die gesundheitliche Krise der Kronprinzessin hat längst Folgen für das gesamte norwegische Königshaus. Der Hof erklärte bereits Anfang Juni, dass es Mette-Marit vorerst nicht möglich sei, ihre offiziellen Aufgaben wie gewohnt wahrzunehmen. Das betrifft auch den Kalender von Prinz Haakon und der Familie.

Besonders sichtbar wird die Lage bei den Kindern des Paares: Prinzessin Ingrid Alexandra wird ihr Studium nicht wie geplant in Sydney fortsetzen, sondern im Herbstsemester 2026 nach Oslo wechseln. Für Prinz Sverre Magnus bleibt der Studienstart in Europa zunächst bestehen, eine Rückkehr nach Norwegen ist bei Bedarf jedoch vorgesehen.