Prinzessin Ingrid Alexandra von Norwegen steht mit 22 Jahren an einem Punkt, der eigentlich später kommen sollte. Statt einer ruhigen Ausbildungsphase rückt für Tochter von Mette-Marit nun eine deutlich größere Rolle im Königshaus näher. Der Hintergrund ist ernst: Mehrere Krisen treffen die Familie gleichzeitig und verändern den Alltag des jungen Royal spürbar.
Während andere europäische Thronfolger in ihrem Alter oft mehr Freiraum haben, wächst in Norwegen der Druck. Für Ingrid Alexandra geht es damit nicht nur um Repräsentation, sondern auch um persönliche Einschnitte.
Ingrid Alexandra soll das Königshaus früher entlasten
Der Grund für die neue Lage liegt in personellen Engpässen am Hof. Kronprinzessin Mette-Marit musste sich im Juni einer Lungentransplantation unterziehen, zugleich ist das Königspaar König Harald und Königin Sonja inzwischen fast 90 Jahre alt.
Laut der dänischen Zeitung „BT“ wird deshalb sogar über eine Verfassungsänderung gesprochen, damit Ingrid Alexandra künftig als Regentin einspringen kann. Aus der geplanten Ausbildungszeit könnte so deutlich schneller ein Leben mit festen königlichen Verpflichtungen werden.
Historikerin Emma Paaske sieht große Belastung
Wie schwer diese Phase für die Prinzessin sein dürfte, beschreibt Historikerin Emma Paaske sehr deutlich. „In ihrem Privatleben passiert gerade sehr viel, was es für sie enorm schwierig machen muss, während sie gleichzeitig eine Rolle ausfüllen soll, die fast der einer Thronfolgerin entspricht“, so die Expertin laut „BT“.
Weiter heißt es: „Sie hat viel zu bewältigen, und im Vergleich zu den anderen jungen Royals ist es fast ein bisschen unfair. Sie befindet sich in einer Situation, in der alles ungewiss ist.“
Die frühen Verpflichtungen für Ingrid Alexandra sieht die Historikerin sogar als Gefahr: „Sie soll bis zu einem gewissen Grad entlasten, aber es kann auch zerstörerisch sein, wenn sie ihre Ausbildung und Jugend nicht in Frieden genießen darf.“
Ingrid Alexandra jubelt mit Sverre Magnus in New Jersey
Trotz der angespannten Situation zeigte sich die Prinzessin zuletzt von einer ganz anderen Seite. Gemeinsam mit ihrem Bruder Prinz Sverre Magnus verfolgte sie im MetLife Stadium in New Jersey den Achtelfinal-Sieg Norwegens gegen Brasilien bei der WM.
Die Freude der Geschwister war groß, nachdem Norwegen den fünffachen Weltmeister aus dem Turnier geworfen hatte. Schon vor dem Spiel hatte Ingrid Alexandra laut „VG“ betont, wie stolz sie auf das Team sei und wie stark Fußball Menschen verbinden könne. Auch beim Sieg gegen Senegal waren die beiden bereits im Stadion.
Erling Haaland trifft, die Royals feiern mit dem Team
Nach dem 2:1-Erfolg ging die Reise für die norwegischen Geschwister sogar noch weiter in die Kabine der Mannschaft. Dort umarmten Ingrid Alexandra und Sverre Magnus unter anderem Erling Haaland, der mit seinen Toren den Einzug in die nächste Runde möglich machte.
Auch der Rest der Königsfamilie verfolgte das Turnier laut Ingrid Alexandra von zu Hause aus mit großer Begeisterung. Zwischen Pflicht und Jubelmomenten zeigt sich damit, wie eng Freude und Verantwortung für die junge Prinzessin derzeit beieinanderliegen.