Norwegens Königin Mette-Marit hat ihren geplanten Auftritt bei der feierlichen Eröffnung des Parlaments in Oslo abgesagt. Damit fehlte sie ausgerechnet bei einem wichtigen Termin ihres Mannes König Haakon VIII., der das Storting am 2. Oktober erstmals als Monarch eröffnete. Der Palast teilte mit, dass die 53-Jährige wegen einer Atemwegsinfektion nicht teilnehmen könne. Für Haakon war es der erste Parlamentsauftakt seit dem Tod seines Vaters Harald V. Ende August. Statt an der Seite der Königin stand bei dem Termin auch Kronprinzessin Ingrid Alexandra im Fokus.

Mette-Marit bleibt in der Rehabilitationsphase

Die Königin erholt sich weiter von ihrer Lungentransplantation im Sommer. „Die Königin befindet sich weiterhin in einer Rehabilitationsphase, die nach der Operation etwa ein Jahr dauern wird“, so Arzt Are Holm laut Welt.

Weiter hieß es, sie nehme an der geplanten Aufbautherapie teil, und die Entwicklung verlaufe zufriedenstellend. Für Mette-Marit ist eine Infektion in dieser Phase besonders heikel. In den vergangenen Monaten hatte sie bereits mehrfach öffentliche Termine aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Auch diesmal blieb sie dem Staatsakt fern.

Haakon eröffnet das Storting erstmals als König

Die Parlamentseröffnung gehört zu den wichtigsten repräsentativen Aufgaben des norwegischen Staatsoberhaupts. Der Monarch nimmt dabei auf dem Thron Platz und verliest die von der Regierung verfasste Eröffnungsrede. Haakon hatte diese Zeremonie zwar schon 2020 für seinen erkrankten Vater übernommen, nun führte er sie erstmals als König durch.

Nach Haralds Tod am 28. August rückte der 53-Jährige auf den Thron nach. Wenige Tage später legte er bereits seinen Eid auf die Verfassung ab. Mit dem Termin im Storting folgte nun der nächste zentrale Auftritt seiner noch jungen Regentschaft.

Ingrid Alexandra übernimmt eine sichtbare Rolle

Bei der Eröffnung nahm auch Kronprinzessin Ingrid Alexandra teil. Die 22-Jährige saß auf dem Thronfolger-Stuhl und begleitete ihren Vater damit bei einem weiteren wichtigen Termin. Schon bei Haakons Vereidigung am 1. September war sie an seiner Seite, als Mette-Marit ebenfalls fehlte.

Für die Tochter des Königspaares war der Auftritt im Parlament ein royales Debüt in dieser Form. Eigentlich hätte die Königin auf dem historischen Königinnen-Stuhl Platz genommen, der 2023 nach einer Restaurierung an seinen ursprünglichen Standort zurückkehrte. Durch die Absage rückte die nächste Generation der norwegischen Royals stärker ins Bild.

Absage kam wenige Stunden vor dem Termin

Die Mitteilung des Königshauses erfolgte am Freitagmorgen. „Ihre Majestät die Königin kann heute, am Freitag, dem 2. Oktober, aufgrund einer Atemwegsinfektion leider nicht an der Eröffnung des Storting teilnehmen“, hieß es laut Gala.

Bereits nach Haakons Vereidigung hatte es gesundheitliche Komplikationen gegeben. Damals musste die Königin den Tag über überwacht werden. Haakon fuhr seine Ehefrau am späten Nachmittag selbst zum Osloer Reichskrankenhaus. Am Abend verließ das Paar die Klinik wieder gemeinsam. Nun musste Mette-Marit erneut kurzfristig auf einen öffentlichen Termin verzichten.

Quellen: Welt, Bild, Gala, KI-unterstützt