Der Tod von König Harald am 28. August 2026 hat das norwegische Königshaus in eine neue Phase geführt. Sein Sohn Haakon übernahm den Thron, Mette-Marit wurde damit Königin von Norwegen. Für die 53-Jährige beginnt diese Rolle jedoch nicht unter normalen Umständen.
Erst im Juni 2026 erhielt sie eine neue Lunge und befindet sich weiter in der Genesungsphase. Der Palast hatte bereits mitgeteilt, dass sie öffentliche Verpflichtungen zunächst nur eingeschränkt wahrnehmen kann. Auch beim Trauergottesdienst für Harald am 30. August fehlte sie.
Mette-Marit sagte Vereidigung von König Haakon kurzfristig ab
Wenige Tage nach dem Thronwechsel zeigte sich, wie stark ihre gesundheitliche Lage den neuen Alltag prägt. Bei Haakons Vereidigung am 1. September sagte die Königin kurzfristig ab - Komplikationen nach ihrer Lungentransplantation waren der Grund. Stattdessen begleitete Ingrid Alexandra ihren Vater. Nach der Absage musste Mette-Marit zur Überwachung in ein Krankenhaus.
Dennoch ist sich Royal-Expertin Caroline Vagle sicher, dass Mette-Marit als Königin und Ehefrau für ihren Mann eine wichtige und emotionale Stütze sein wird. Gegenüber Dagbladet sagte sie: „Sie wird in gleicher Weise eine unschätzbare Stütze für unseren derzeitigen König sein.“ Dabei vergleicht die Expertin Mette-Marit mit Königin Sonja, macht aber einen entscheidenden Unterschied fest.
Mette-Marit wird wegen ihrer Krankheit wohl „nicht in gleichem Maße persönlich dabei sein können wie Sonja – zumindest nicht in naher Zukunft.“ Anders als die Expertin, scheint ein Großteil der Norweger allerdings weniger Vertrauen in die neue Königin zu haben.
Umfrage in Norwegen zeigt geteiltes Bild zur neuen Königin
Laut dem Institut InFact zweifeln 38 Prozent der Norwegerinnen und Norweger daran, ob Mette-Marit die Rolle als Königin ausfüllen kann. 35,8 Prozent trauen ihr das Amt in großem oder sehr großem Maße zu, 26,4 Prozent legten sich nicht fest.
Für die Erhebung befragte das Institut 1.058 Menschen ab 18 Jahren in Telefoninterviews. Eine zweite Umfrage zum Vertrauen fiel deutlicher aus: 40,3 Prozent gaben an, wenig Vertrauen in die Königin zu haben, 31,4 Prozent äußerten Vertrauen, 24,5 Prozent lagen dazwischen, 3,8 Prozent antworteten mit „weiß nicht“.
Ingrid Alexandra und Sverre Magnus rücken stärker in den Fokus
Mit Haakon, Mette-Marit, Ingrid Alexandra und Sverre Magnus ist die Zahl aktiver Mitglieder im norwegischen Königshaus klein. Deshalb könnte der Ausfall der Königin direkte Folgen für die Aufgabenverteilung haben. Ingrid Alexandra übernahm bereits bei der Vereidigung eine sichtbare Rolle an der Seite ihres Vaters.
Auch Sverre Magnus könnte stärker eingebunden werden, obwohl für ihn ein Studienbeginn in Portugal vorgesehen war. Zudem bleibt Königin Sonja nach dem Thronwechsel weiter aktiv. Im Palastalltag dürfte sich damit vorerst vieles danach richten, wie rasch sich die neue Königin nach der Transplantation stabilisiert.