Verstörend, aufrührend, eiskalt: Malcolm McDowells (82) Auftritt als Alex in „Uhrwerk Orange“ von 1971 war penibel gespielt und für viele Zuschauer schwer zu ertragen. Es war nach dem Film „If….“ von 1969 die zweite größere Rolle für den Briten. Mittlerweile ist es um McDowell kaum ruhiger geworden.
Malcolm McDowell: Ein Film-Bösewicht durch und durch
Genau wie Alex war auch Malcolm McDowells nächste große Filmrolle skandalträchtig. Die Titelrolle in „Caligula“ von 1979 brachte ihm zwar noch mehr Bekanntheit ein, doch die grenzwertigen Szenen des Films veranlassten ihn dazu, sich davon zu distanzieren.
Die Rolle des Bösewichts scheint McDowell zu liegen. In „Night Train to Venice“ 1993 und „Star Trek: Treffen der Generationen” 1994 war er ebenfalls als moralisch fragwürdiger Charakter zu sehen. Damit könnte man den Schauspieler zu den schlimmsten Film-Bösewichten aller Zeiten zählen.
Außerdem wirkte Malcolm in dem Remake des Klassikers „Halloween“ von 2007 mit und stand für den von Slipknot-Sänger Corey Taylor produzierten Kurzfilm „Snuff“ im Jahr 2009 vor der Kamera. Im März 2012 wurde McDowell auf dem Hollywood Walk of Fame mit einem Stern in der Kategorie Film ausgezeichnet.
Das macht Malcolm McDowell heute
Auch mit seinen 82 Jahren steht Malcolm McDowell noch fleißig vor der Kamera. Seit 2021 leiht er der Serie „Castlevania“ seine Stimmt und 2022 sah man ihn unter anderem in „Father Stu“ oder „The Walk“. Seit 2022 spielt er auch in der Serie „Son of a Critch“ mit. 2024 wird er in dem Film „Thelma“ zu sehen sein.
Auch in Zukunft werden Fans noch einiges von McDowell sehen. Mit „Last Train to Fortune“ und „The Panic“ befinden sich zwei weitere Filme in Produktion, die in nächster Zeit mit dem Schauspieler erscheinen werden.
Privat ist der 82-Jährige in dritter Ehe mit Kelley Kuhr verheiratet. Aus seinen Ehen stammen seine insgesamt fünf Kinder.
Schock-Szene in „Uhrwerk Orange“
Im Film „Uhrwerk Orange“ gab es einige schockierende Szenen, doch besonders eine dürfte vielen Zuschauern in Erinnerung geblieben sein: Mit Lidklemmen wurden Alex im Film brutal die Augen offen gehalten. Was schon beim Ansehen kaum zu ertragen ist, hinterließ auch bei Schauspieler Malcolm McDowell Spuren.
Im Interview mit „The Guardian“ sagte er: „Ich habe mir tatsächlich die Hornhaut zerkratzt, das stimmt. Meine Augen waren betäubt, sodass ich nicht spüren konnte, wie diese Lidklemmen über meine Augen kratzten. Der Arzt war ein echter Arzt aus der Moorfields-Augenklinik, der mir immer wieder künstliche Tränenflüssigkeit zuführte, weil man die Augen nicht zu lange trocken lassen darf, sondern sie feucht halten muss.“
Und weiter: „Eine Stunde später war ich zu Hause, als die Betäubung nachließ, und ich habe noch nie solche Schmerzen gehabt. Mein eigener Arzt kam vorbei und gab mir eine Morphiumspritze in den Hintern, die mich einschlafen ließ. Als ich am nächsten Tag aufwachte, fühlte es sich an, als hätte ich einen ganzen Sack Sand in den Augen gehabt. Die Augen heilen sehr schnell, sodass ich keine bleibenden Schäden davongetragen habe, nur psychische.“
