Entertainer Peter Frankenfeld prägte über Jahrzehnte die deutsche Fernsehunterhaltung – und starb doch unter Umständen, über die lange wenig bekannt war.
Er setzte mit Shows wie „1:0 für Sie“, „Vergißmeinnicht“ und „Musik ist Trumpf“ Maßstäbe, galt vielen als unerschütterlicher Profi mit perfektem Timing und scharfem Witz. Hinter den Kulissen kämpfte er jedoch zuletzt mit massiven gesundheitlichen Problemen.
Peter Frankenfeld stirbt nach Virusinfektion in Hamburg
Peter Frankenfeld starb in Hamburg an den Folgen einer Virusinfektion, die seinen durch die vorangegangene Erkrankung geschwächten Körper überforderte. Zuvor hatte er eine Gesichtsrose nahezu überstanden – eine schmerzhafte Entzündung, die das Gesicht betrifft und das Immunsystem stark beansprucht. In dieser Phase schien sich sein Zustand zunächst zu stabilisieren, doch dann verschlechterte sich die Lage rapide. Die Virusinfektion griff an, als seine Abwehrkräfte noch nicht vollständig regeneriert waren. Für die Familie kam das Ende trotz aller Sorgen schneller, als viele es für möglich gehalten hatten.
Sohn Thomas Frankenfeld schildert den Leidensweg
Sohn Thomas Frankenfeld hat den gesundheitlichen Absturz seines Vaters detailliert geschildert, wie das Abendblatt berichtet. Demnach war der Entertainer über einen längeren Zeitraum von Schmerzen und Erschöpfung gezeichnet, ohne dies öffentlich zu thematisieren. Hinter der Kamera zeigte sich ein Mann, der zwischen medizinischen Behandlungen und dem Wunsch, weiterzuarbeiten, hin- und hergerissen war. „Er war ein hart arbeitender Hand- und Mundwerker, der nie aufgeben wollte“, so Thomas Frankenfeld sinngemäß. Die Virusinfektion traf ihn in einer Phase, in der die Familie hoffte, das Schlimmste sei bereits überstanden.
Tausende Trauergäste nahmen Abschied
Kollegen aus Funk und Fernsehen, Wegbegleiter aus den Anfangsjahren im Kabarett sowie Fans, die mit seinen Shows aufgewachsen waren, erwiesen Peter Frankenfeld die letzte Ehre. Viele erinnerten sich an den „Mann von nebenan“, der auf der Bühne als kumpelhafter Gastgeber wirkte, privat aber eher zurückhaltend und gelegentlich mürrisch gewesen sein soll. Die Trauerfeier wurde zu einem stillen Dank für ein Lebenswerk, das die TV-Unterhaltung nachhaltig geprägt hat.