Helmut Fischer (†70), geboren am 15. November 1926 in München, ist eine unvergessene Ikone des deutschen Fernsehens. Besonders durch seine Rolle als „Monaco Franze“ erlangte er Kultstatus. Fischer, der seiner Heimatstadt München stets treu blieb, verkörperte in seinen Rollen oft den charmanten Lebemann mit Herz.
Helmut Fischer war ein beliebter Serien-Star
Neben seiner legendären Rolle in „Monaco Franze“ war Helmut Fischer auch in anderen beliebten Serien wie „Der Bulle von Tölz“ und „Die Hausmeisterin“ zu sehen. Helmut Fischer überzeugte stets durch sein schauspielerisches Talent, das er mit bayerischem Charme und Humor kombinierte. Dies machte ihn zu einem unverzichtbaren Teil der deutschen Fernsehlandschaft.
Als „Monaco Franze“ war er zeitweise der wohl berühmteste Vertreter der bayerischen Hauptstadt. Von den Fünfzigern bis in die Neunziger spannte die Karriere des Schauspielers.
Passend:
Daran starb Helmut Fischer
Seine letzten Jahre waren von einem schweren Krebsleiden geprägt. An seinem 70. Geburtstag, als er von der legendären Fernsehkritikerin Ponkie gefragt wurde, ob er oft an den Tod denke, antwortete er laut AZ: „Oft. Das Leben macht sich ja mehr und mehr aus dem Staub. Jetzt habe ich endlich einigermaßen Schreibmaschine gelernt, und das soll jetzt bald umsonst gewesen sein?"
Diese bewegenden Worte zeigen die Nachdenklichkeit und den Humor, die Fischer bis zuletzt auszeichneten.
Für Helmut Fischer stand fest: Er wollte in München sterben. Anfang der Neunziger erhielt er die Diagnose Krebs und bald wurde klar, dass er die Krankheit nicht überleben würde. Sein guter Freund, Christian Ude, berichtete gegenüber „Bild“: „Als seine Schmerzen unerträglich wurden, wollte Helmut Sterbehilfe in Anspruch nehmen.“
Wo wurde Helmut Fischer beigesetzt?
Dies war ihm in Deutschland jedoch nicht erlaubt, Helmut Fischer hätte dafür in die Schweiz reisen müssen „und das wollte er auf keinen Fall. Monaco Franze wollte in München sterben.“ So erlag Fischer schließlich am 14. Juni 1997 in Riedering, südöstlich von München, seiner Krebserkrankung.
Beigesetzt wurde der „Monaco Franze“ natürlich in München, wo er auch mit einer eigenen Statue geehrt wurde.
Die Paraderolle von Helmut Fischer
In „Monaco Franze“ spielte Fischer den Kriminalkommissar Franz Münchinger, einen charmanten, leicht windigen Lebemann – in Bayern eben einen „Stenz“. Die Figur lebt vom Kontrast zwischen Polizeiberuf, Ehe, Schwabinger Lebensgefühl und seinem unverbesserlichen Flirttrieb; genau daraus entsteht der besondere Ton der Serie.
Berühmt wurde vor allem der Satz „A bisserl was geht immer“, der weit über die Serie hinaus zum geflügelten Wort wurde. Für Fischer war die Rolle so prägend, dass sie oft als seine Paraderolle bezeichnet wird; zugleich betonte er selbst immer wieder, privat deutlich zurückhaltender gewesen zu sein als der lebenslustige Monaco Franze.