Vollzeitbeschäftigte in Deutschland verdienten 2025 im Mittel 54.066 Euro brutto im Jahr, einschließlich Sonderzahlungen. Das ist der jüngste amtliche Jahreswert des Statistischen Bundesamts vom 1. April 2026, der Median stieg gegenüber 2024 um 1.907 Euro. Die Hälfte der Vollzeitkräfte verdiente mindestens diesen Betrag.
2026 geht es weiter nach oben: Im 2. Quartal lagen die Nominallöhne um 4,1 Prozent über dem Vorjahresquartal. Wer sein Gehalt einordnen will, sollte neben dem Median auch Region, Branche und Alter betrachten. Teilzeitstellen sind in den Jahreswerten nicht erfasst.
70 Prozent verdienen mindestens 44.215 Euro
Wer 2025 rund 44.000 Euro brutto verdiente, gehörte laut Statistischem Bundesamt zu den 30 Prozent mit den niedrigsten Verdiensten. Mit rund 80.000 Euro zählte man zu den 20 Prozent mit den höchsten Verdiensten, ab 100.719 Euro zu den obersten 10 Prozent. Die untersten 10 Prozent kamen auf höchstens 33.828 Euro, das oberste Prozent auf mindestens 219.110 Euro. Der Durchschnitt liegt mit 64.441 Euro klar über dem Median, weil sehr hohe Verdienste ihn nach oben ziehen.
Löhne steigen 2026 um 4,1 Prozent, am unteren Rand um 6,7 Prozent
Die Nominallöhne waren im 2. Quartal 2026 um 4,1 Prozent höher als im Vorjahresquartal, wie das Statistische Bundesamt am 27. August 2026 mitteilte. Weil die Verbraucherpreise um 2,5 Prozent zulegten, blieb real ein Plus von 1,5 Prozent. Vollzeitkräfte kamen auf 3,9 Prozent. Das Fünftel mit den geringsten Verdiensten legte um 6,7 Prozent zu, das Fünftel mit den höchsten um 3,3 Prozent.
Der Mindestlohn steigt nach dem Beschluss der Mindestlohnkommission auf 13,90 Euro zum 1. Januar 2026 und auf 14,60 Euro zum 1. Januar 2027. Einen neuen Jahresmedian für 2026 gibt es noch nicht.
9.422 Euro Abstand zwischen Ost und West
In den östlichen Bundesländern ohne Berlin lag der Median 2025 bei 46.013 Euro, in den westlichen bei 55.435 Euro. Die Bundesagentur für Arbeit misst anders: Sie nennt das Monatsentgelt sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter nach Arbeitsort.
Danach führt Hamburg mit 4.768 Euro vor Baden-Württemberg mit 4.546 Euro und Hessen mit 4.530 Euro. Am niedrigsten sind Mecklenburg-Vorpommern mit 3.497 Euro, Thüringen mit 3.508 Euro und Sachsen-Anhalt mit 3.563 Euro. Beide Statistiken lassen sich nicht direkt vergleichen.
Gastgewerbe 35.545 Euro, Energieversorgung 77.522 Euro
Den höchsten Medianverdienst verzeichnete 2025 die Energieversorgung mit 77.522 Euro, gefolgt von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 76.594 Euro. Am geringsten war er im Gastgewerbe mit 35.545 Euro und in der Land- und Forstwirtschaft einschließlich Fischerei mit 35.689 Euro.
Damit liegt zwischen der best- und der schlechtestbezahlten Branche mehr als das Doppelte. Ein Gehalt von 54.066 Euro kann in der Energieversorgung also unterdurchschnittlich sein und im Gastgewerbe weit darüber liegen.
Ab 55 liegt der Median bei 4.362 Euro im Monat
Mit dem Alter steigt das Entgelt im Median, was laut Bundesagentur für Arbeit in der Regel mit wachsender Berufserfahrung zusammenhängt. Unter 25-Jährige kamen 2025 auf 3.202 Euro im Monat, 25- bis unter 55-Jährige auf 4.286 Euro und ab 55-Jährige auf 4.362 Euro.
Noch stärker wirkt die Qualifikation: Ohne Berufsabschluss waren es 3.133 Euro, mit anerkanntem Abschluss 4.069 Euro und bei Akademikerinnen und Akademikern 6.146 Euro. Frauen erreichten 4.019 Euro, Männer 4.328 Euro.
Vergleichen Sie Gleiches mit Gleichem. Die Destatis-Werte gelten für Vollzeitbeschäftigte mit mindestens sieben Arbeitsmonaten im Jahr, sind brutto und enthalten Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Rechnen Sie daher Ihr Jahresbrutto einschließlich Sonderzahlungen gegen den Median und bedenken Sie, dass die Vergleichswerte aus 2025 stammen und die Löhne seither gestiegen sind.
Für einzelne Berufe und Regionen bietet der Entgeltatlas der Bundesagentur Medianwerte. Wer seine Lage als Haushalt einordnen will, braucht eine andere Messlatte, denn das Institut der deutschen Wirtschaft betrachtet dafür das bedarfsgewichtete Haushaltsnetto statt des Einzelgehalts.