Bei der WM 2026 schauen viele nur auf Lionel Messi. Der argentinische Superstar ist in der Major League Soccer nicht nur sportlich das bekannteste Gesicht, sondern auch beim Einkommen die klare Nummer eins. Nach veröffentlichten Gehaltsdaten kommt der Angreifer bei Inter Miami auf 20,5 Millionen US-Dollar pro Jahr, umgerechnet rund 17,65 Millionen Euro. Monatlich sind das 1,78 Millionen Euro, im Jahr 21,30 Millionen Euro. Für Fußballfans, die internationale Gehaltslisten vergleichen, ist dabei wichtig: In den veröffentlichten MLS-Zahlen sind Sponsoringeinnahmen nicht enthalten. Erfasst wird also das vertraglich gemeldete Spielergehalt.

20,5 Millionen US-Dollar für Messi in Miami

Wie Focus berichtet, liegt Messi damit fast doppelt so hoch wie Heung-min Son vom LAFC, der 11,2 Millionen US-Dollar erhält. Grundlage ist eine Veröffentlichung der Spielergewerkschaft MLSPA, die die Einkommen der Profis jährlich offenlegt. Gerade bei prominenten Namen ist der Unterschied zwischen Grundgehalt und Werbeeinnahmen oft erheblich. Wer die Summen einordnet, sollte deshalb beachten, dass Zusatzverträge mit Marken oder Ausrüstern hier außen vor bleiben. Für Vergleiche innerhalb der Liga bleibt die Liste dennoch aussagekräftig, weil sie nach demselben Schema erstellt wurde.

Designated Player erklärt Messis Sonderstatus

Ein zentraler Punkt für Messis Spitzenwert ist die MLS-Regel für sogenannte Designated Players. Diese Spieler fallen mit ihrem Gehalt nicht unter das Salary Cap der Liga. Inter Miami darf nur drei solcher Ausnahmespieler führen, und der Weltmeister gehört zu diesen reservierten Plätzen. Neben ihm zählten auch die früheren Barcelona-Profis Jordi Alba und Sergio Busquets dazu, die ihr Karriereende bereits angekündigt haben. Für Beobachter der Liga ist diese Konstruktion wichtig, weil hohe Gehälter in der MLS nicht allein vom Marktwert abhängen, sondern stark von den verfügbaren Sonderplätzen beeinflusst werden.

Thomas Müller bekommt 1,4 Millionen US-Dollar

Besonders auffällig ist deshalb der Vergleich mit Thomas Müller. Der frühere Nationalspieler kommt bei den Vancouver Whitecaps derzeit nur auf 1,4 Millionen US-Dollar, obwohl sein Name international deutlich größer ist als bei vielen besser bezahlten MLS-Profis. Laut fussballtransfers.com liegt das an einer speziellen Vertragsform: Bei Müllers Wechsel waren die Plätze für Designated Players schon vergeben. Deshalb unterschrieb er einen Vertrag über Targeted Allocation Money. Dieses Modell erlaubt dem Klub, einem nicht als DP registrierten Spieler mehr zu zahlen, als das Salary Cap normalerweise zulässt.