Die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko läuft, zwei von drei Gruppenspielen sind bereits absolviert, und Deniz Undav ist beim DFB-Team mittendrin. Der Stürmer des VfB Stuttgart beweist, dass er Bank sofort Wirkung entfalten können. Genau deshalb rückt nicht nur seine sportliche Rolle in den Fokus, sondern auch die Frage: Was verdient der DFB-Superjoker eigentlich bei seinem Klub?
Beim VfB Stuttgart gehört Undav inzwischen zu den Topverdienern. Sein Vertrag, der längst verlängert wurde, soll dem Nationalstürmer bis zu sechs Millionen Euro pro Jahr einbringen. Hinzu kam nach übereinstimmenden Berichten eine Unterschriftsprämie von mehr als drei Millionen Euro. Das Gesamtpaket wird auf rund 30 Millionen Euro geschätzt.
Deniz Undav verdient beim VfB offenbar bis zu sechs Millionen Euro
Wie Transfermarkt berichtet, läuft Undavs Vertrag beim VfB Stuttgart bis 2029. Zusätzlich soll es eine Option auf ein weiteres Jahr geben. Sein bisheriges Gehalt soll demnach von rund 4,5 Millionen Euro auf 5,5 bis sechs Millionen Euro pro Jahr gestiegen sein. Dazu kam eine Signing Fee von etwas mehr als drei Millionen Euro.
Für Stuttgart war das eine klare Ansage. Der Klub wollte seinen wichtigsten Offensivspieler langfristig binden und musste dafür tief in die Tasche greifen. Undav ist damit nicht einfach nur ein gut bezahlter Bundesliga-Profi, sondern einer der finanziellen Eckpfeiler des VfB-Kaders.
Warum Undavs Gehalt jetzt wieder Thema ist
Dass sein Gehalt gerade während der WM 2026 wieder interessant wird, liegt auf der Hand. Bei einem großen Turnier verändert sich die Wahrnehmung von Spielern schnell. Wer im DFB-Trikot trifft, vorbereitet oder als Joker Spiele dreht, steht plötzlich stärker im internationalen Schaufenster.
Undav hat beim VfB Stuttgart längst bewiesen, dass er mehr ist als ein klassischer Strafraumstürmer. Er arbeitet, kombiniert, bereitet vor und ist vor dem Tor effizient. Genau diese Mischung macht ihn für Bundestrainer, Fans und Verein so wertvoll.
Für den VfB ist das auch wirtschaftlich wichtig. Ein deutscher Nationalspieler mit WM-Rolle steigert nicht nur den sportlichen Wert des Kaders, sondern auch die Sichtbarkeit des Vereins.
25 Tore und 14 Vorlagen stützen den Topvertrag
Sportlich lässt sich Undavs hohes Gehalt mit starken Zahlen erklären. In der Saison 2025/26 kam der 29-Jährige wettbewerbsübergreifend auf 25 Tore und 14 Vorlagen in 46 Einsätzen. In der Bundesliga erzielte er 19 Treffer und übertraf damit laut sportschau.de sogar seine bisherige Bestmarke im deutschen Oberhaus.
Damit war Undav einer der wichtigsten Offensivspieler des VfB. Er lieferte nicht nur Tore, sondern auch Vorlagen und Präsenz. Genau solche Spieler sind auf dem Markt teuer. Für Stuttgart war die Vertragsverlängerung deshalb auch eine Absicherung gegen einen möglichen Abgang.
Warum Stuttgart so viel zahlt
Auf den ersten Blick klingt ein Jahresgehalt von bis zu sechs Millionen Euro für den VfB Stuttgart enorm. Auf den zweiten Blick steckt dahinter eine nüchterne Rechnung. Undav war im Sommer 2024 für knapp 27 Millionen Euro von Brighton gekommen. Ein späterer Verlust hätte den Klub teuer treffen können.
Denn ein gleichwertiger Ersatz wäre kaum günstiger geworden. Ablöse, Gehalt, Handgeld und Beraterkosten hätten schnell eine ähnliche oder sogar höhere Summe erreicht. Stuttgart entschied sich deshalb für Bindung statt Neuaufbau.
Das ist im Profifußball oft die wirtschaftlichere Lösung: Ein bewährter Spieler kostet viel. Ein Ersatz, der erst noch funktionieren muss, kann noch viel teurer werden.
Das Risiko bleibt trotzdem
Trotzdem ist Undavs Topvertrag kein Selbstläufer. Der Stürmer ist 29 Jahre alt, sein Vertrag läuft langfristig. Für einen Klub wie Stuttgart ist ein Gehalt in dieser Größenordnung eine Belastung, wenn sportliche Erfolge ausbleiben.
Besonders kritisch wird es, wenn Einnahmen aus internationalen Wettbewerben fehlen. Dann wirken hohe Gehälter schnell schwerer auf das Budget. Genau deshalb bleibt die Frage berechtigt, ob der VfB mit Undav eine clevere Investition oder ein langfristiges Risiko eingegangen ist.
Ein weiterer Punkt: Ein Topvertrag verändert die interne Gehaltsstruktur. Andere Leistungsträger sehen, was möglich ist. Das kann neue Forderungen auslösen.
Leistungsabhängige Bestandteile sollen Stuttgart schützen
Ein wichtiger Faktor ist deshalb, dass die maximale Summe offenbar leistungsabhängig sein soll. Undav erhält also nicht zwangsläufig jedes Jahr automatisch die volle Summe. Teile des Pakets dürften an Einsätze, Tore, Erfolge oder andere sportliche Ziele gekoppelt sein.
Für Stuttgart ist das entscheidend. Der Klub belohnt seinen Angreifer, wenn er liefert, reduziert aber zumindest einen Teil des finanziellen Risikos. Für Undav wiederum passt das Modell: Wer Leistung bringt, verdient entsprechend.