Das sogenannte Schnee-Eis gehört derzeit zu den auffälligsten Dessert-Trends auf Instagram. Nutzer filmen, wie sie bei Minusgraden draußen einen Topf in einen Schneehaufen setzen, Salz darüberstreuen und darin eine cremige Eismasse anrühren. Der Effekt: Ohne Eismaschine und mit nur wenigen Zutaten entsteht in rund 20 bis 30 Minuten ein gefrorenes Dessert, das vor allem Familien anspricht. Für Verbraucher reizvoll ist der geringe Aufwand: Ein Becher Sahne, etwas Milch und Vanillezucker genügen – dazu ausreichend sauberer Schnee und ein stabiler Metalltopf.
Viraler Trend nutzt aktuelle Kältewelle
Der Hype funktioniert derzeit vor allem deshalb, weil an vielen Orten reichlich Schnee und anhaltende Minustemperaturen vorliegen. Der physikalische Trick dahinter: Wird der Schnee rund um den Topf großzügig mit Salz bestreut, sinkt die Temperatur im direkten Umfeld ab, sodass die Eismasse schneller gefriert. In den Clips ist zu sehen, wie der Topf immer wieder gedreht und der Inhalt kontinuierlich verrührt wird, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Für Haushalte ohne Eismaschine bietet das Verfahren eine niedrige Einstiegsschwelle und eignet sich als spontane Aktion im Garten oder auf der Terrasse, solange ausreichend frischer Schnee vorhanden ist.
Einfache Basis mit wenigen Standardzutaten
Die Grundmischung im Topf besteht meistens aus 250 Millilitern Schlagsahne, einem Schuss Milch sowie zwei Päckchen Vanillezucker. Diese Kombination sorgt für Fettgehalt und Zuckeranteil, die für eine cremige Struktur nötig sind. Sobald die Masse im Salz-Schnee-Bett anzuziehen beginnt, wird geriebene Schokolade untergehoben.
Alle Bestandteile sind klassische Vorratsprodukte, die sich in vielen Küchen ohnehin finden. Die vorgesehene Arbeitszeit liegt bei etwa fünf Minuten; den Rest übernimmt die Kälte. Durch regelmäßiges Rühren entstehen weniger Eiskristalle, die Konsistenz ähnelt dann herkömmlichem Milcheis.
Kreative Toppings für unterschiedliche Zielgruppen
Viele Social-Media-Beiträge zeigen, wie das Basisrezept mit Zusätzen individualisiert wird. Populär sind zerbröselte Kekse, Butterkekse oder Schokodrops, die für zusätzliche Textur sorgen. Ebenfalls häufig verwendet werden klein geschnittene Schokoriegel wie Kinder Bueno oder Kinderriegel, Mini-Marshmallows sowie Karamell- oder Schokosauce.
Für Erwachsene kommen gehackte Nüsse hinzu. Verbraucher können auf diese Weise Reste aus dem Süßigkeiten-Schrank nutzen und unterschiedliche Vorlieben innerhalb der Familie bedienen. Da die Zutaten erst zugegeben werden, wenn die Masse leicht gefroren ist, behalten sie weitgehend ihre Struktur.
Worauf Verbraucher bei Schnee-Eis achten sollten
Neben dem Spaßfaktor spielen bei einem Dessert mit direktem Schneekontakt auch Vorsichtsaspekte eine Rolle. Der Schnee im unmittelbaren Umfeld des Topfes kommt nicht in Berührung mit der Eismasse, sollte aber möglichst sauber und frei von Verunreinigungen sein.
Empfehlenswert sind geschützte Flächen abseits von Straßenrändern oder stark frequentierten Wegen. Der Metalltopf wird ausschließlich mit den Lebensmitteln befüllt, was das Risiko von Fremdstoffen reduziert.
Wichtig für Familien: Kinder sollten den Aufbau des Salz-Schnee-Betts sowie den Umgang mit Topf und Salz nur unter Aufsicht übernehmen, besonders bei sehr niedrigen Außentemperaturen und glatten Flächen.