Am 14. Februar feiern weltweit Millionen Menschen den Valentinstag – mit Blumen, Süßigkeiten, Restaurantbesuchen oder Kurztrips. Der Tag gilt vielen als Höhepunkt der Romantik, für andere ist er vor allem Stressfaktor und Kostenpunkt. Denn Erwartungen an Geschenke, aufwendige Dates und der Vergleich in sozialen Medien können Beziehungen zusätzlich belasten. Studien aus den USA registrieren rund um den Termin überdurchschnittlich viele Trennungen: Überzogene Vorstellungen, fehlende Gesten oder enttäuschte Partner führen dann nicht selten zum Schlussstrich. Für Verbraucher stellt sich damit doppelt die Frage: Wie lässt sich der Tag sinnvoll gestalten – und was kostet das inzwischen eigentlich?

14. Februar: Ursprung zwischen Märtyrerlegende und Marketing

Historisch geht der Valentinstag auf den Heiligen Valentin von Terni zurück, einen christlichen Priester des 3. Jahrhunderts. Der Legende nach traute er Liebespaare trotz Verbots durch Kaiser Claudius II. und verschenkte Blumen aus seinem Garten. Dafür wurde er am 14. Februar 269 enthauptet; 469 erklärte Papst Gelasius den Tag zum kirchlichen Gedenktag, später wurde er wieder aus dem Generalkalender gestrichen.

Wie morgenpost.de berichtet, vermuten Skeptiker heute eine starke Prägung durch Floristik- und Süßwarenbranche, weil gerade diese Warengruppen massiv werben. Historiker verweisen allerdings darauf, dass der Gedenktag Jahrhunderte älter ist als moderne Handelsstrukturen. Fakt ist: Händler nutzen den Termin inzwischen intensiv für saisonale Aktionen.

Klassiker Rosen und Pralinen: Preise steigen deutlich

Für Blumen, Pralinen und Restaurantbesuche müssen Verbraucher spürbar mehr einplanen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren Pralinen 2025 rund 17,8 Prozent teurer als 2024, im Vergleich zu 2020 sogar fast 42 Prozent. Schnittblumen verteuerten sich im Jahresvergleich um 5,3 Prozent, seit 2020 um rund 38 Prozent.

Speisen und Getränke in Restaurants, Cafés und Bars legten von 2024 bis 2025 um 3,6 Prozent zu, langfristig betrachtet um knapp 32 Prozent.

Laut Bild steigen die Preise in der Blumenbranche rund um den 14. Februar zusätzlich im Schnitt um etwa acht Prozent, der Tagesumsatz liegt dort rund 400 Prozent über dem Normalniveau. Wer sparen will, sollte frühzeitig bestellen, auf regionale Ware achten oder Alternativen wie Topfpflanzen wählen.

Geschenketrends: Blumen dominieren, Erlebnisgutscheine legen zu

Daten aus Handelsumfragen zeigen, dass rund 17 Prozent der Verbraucher gezielt zusätzliche Einkäufe zum Valentinstag tätigen, was dem Einzelhandel Milliardenerlöse beschert. Drei Viertel der Präsente sind Blumen, jedes sechste Präsent besteht aus Süßwaren wie Schokolade oder Pralinen. Wie instyle.de berichtet, gehören außerdem Karten, gemeinsame Abendessen, Parfüm, Dessous sowie Wellness-Gutscheine zu den Favoriten.

Parallel wächst der Trend zu gemeinsam verbrachter Zeit: Kochkurse, Theaterbesuche, Spa-Tage oder Kurzreisen – beliebte Ziele sind etwa Paris und Venedig – werden verstärkt verschenkt, oft zu höheren Übernachtungspreisen an diesem Datum. Für ein überschaubares Budget bieten sich selbstgemachte Pralinen, Fotoalben oder handgeschriebene Briefe an, die vor allem Zeit statt Geld kosten.

Weltweite Bräuche: Von Schokogeschenken bis Qixi-Fest

International existieren zahlreiche Varianten des Valentinstags. In den USA verschicken Kinder und Jugendliche laut Stern jedes Jahr rund 190 Millionen Grußkarten, häufig in Schulen verteilt. In Großbritannien werden teilweise „geheime“ Paare zugelost, die sich kleine Aufmerksamkeiten schenken; dort liegen die Ausgaben bei etwa 1,3 Milliarden Pfund jährlich.

In Japan beschenken Frauen Männer traditionell mit dunkler Schokolade, am 14. März folgt der „White Day“, an dem weiße Schokolade zurückgegeben wird. In China übernimmt das Qixi-Fest die Rolle des Liebesfests: Es findet am siebten Tag des siebten Mondmonats statt, mit Bräuchen wie kunstvoll geschnitzten Früchten oder Nähritualen.

Für Verbraucher zeigt sich: Wer flexibel ist, findet weltweit unterschiedlich teure und kreative Formen, Zuneigung zu zeigen – oft ganz ohne große Ausgaben.