Die aktuelle Rentenwert-Tabelle macht nachvollziehbar, wie stark ein Entgeltpunkt seit 2002 an Wert gewonnen hat und welche Summe daraus 2026 monatlich wird. Ausgangspunkt ist der sogenannte aktuelle Rentenwert, der festlegt, welchen Eurobetrag ein Rentenpunkt pro Monat bringt. Laut t-online.de steigt dieser Wert 2026 auf 42,52 Euro und gilt seit 2023 einheitlich in allen Bundesländern. Ein Punkt entspricht dabei einem Jahresverdienst auf Höhe des Durchschnittseinkommens aller gesetzlich Rentenversicherten. Wer darunter liegt, sammelt anteilig Punkte, wer deutlich mehr verdient, erreicht entsprechend mehr Punkte – begrenzt durch die Beitragsbemessungsgrenze.
2002 bis 2010: Geringer Zuwachs im Westen, Aufholbewegung im Osten
Der Blick auf die Tabelle zeigt für die Jahre 2002 bis 2010 eine eher moderate Entwicklung. In den alten Bundesländern steigt der Monatswert eines Punktes von 25,86 Euro (2002) auf 27,20 Euro (2010). Mehrere Jahre – etwa 2004 bis 2006 – bleibt der Betrag sogar unverändert bei 26,13 Euro.
In den neuen Ländern entwickelt sich der Wert von 22,70 auf 24,13 Euro. Die Differenz zwischen beiden Gebieten bleibt in dieser Phase deutlich: 2010 ist ein Rentenpunkt im Osten gut drei Euro weniger wert als im Westen.
Die Tabelle macht damit die schrittweise, aber langsame Annäherung der Beträge in den ersten Jahren nach Einführung des gesonderten Ost-Werts sichtbar.
2011 bis 2018: Spürbarer Anstieg und schmalerer Ost-West-Abstand
Ab 2011 beschleunigt sich der Anstieg. Im Westen klettert der Punktwert von 27,47 Euro (2011) auf 32,03 Euro (2018), im Osten von 24,37 auf 30,69 Euro. Damit wächst der Monatswert in beiden Regionen um rund fünf Euro in sieben Jahren. Der Abstand schrumpft deutlich: 2011 liegen zwischen Ost und West noch gut drei Euro, 2018 sind es nur noch rund 1,34 Euro.
Möglich wird diese Entwicklung auch durch eine robustere Lohnentwicklung, auf der die jährliche Rentenanpassung basiert. Parallel wirkt die Angleichung des gesonderten Ost-Werts, die per Gesetz festgelegt wurde und laut Handelsblatt über mehrere Stufen organisiert ist. Die Tabelle dokumentiert, wie nah sich beide Werte zum Ende dieser Phase bereits kommen.
2019 bis 2024: Krise, Rentengarantie und vollständige Angleichung
Für die Jahre 2019 bis 2024 bildet die Übersicht gleich mehrere Sondereffekte ab. 2019 liegt der Punktwert im Westen bei 33,05 Euro und im Osten bei 31,89 Euro. 2020 und 2021 dämpft die Corona-Krise die Dynamik: 2020 steigen beide Werte zwar noch auf 34,19 beziehungsweise 33,23 Euro, 2021 bleibt der West-Wert stabil, während der Betrag im Osten leicht zulegt.
Die gesetzliche Rentengarantie verhindert in dieser Phase nominale Kürzungen. 2022 folgt eine kräftige Anpassung auf 36,02 Euro im Westen und 35,52 Euro im Osten. Bereits 2023 fällt mit 37,60 Euro die vollständige Angleichung an: Erstmals gilt ein identischer Rentenwert in ganz Deutschland, der 2024 weiter auf 39,32 Euro steigt.
2025 und 2026: Höchststand beim Rentenwert und Beispielrechnung
In den Jahren 2025 und 2026 erreicht der Tabellenwert neue Bestmarken. Zum 1. Juli 2025 steigt der Monatsbetrag pro Punkt auf 40,79 Euro, 2026 weiter auf 42,52 Euro. Damit erhöht sich der Wert eines Rentenpunktes seit 2008 im Westen um fast 16 Euro und im Osten um knapp 19 Euro.
Ein Rechenbeispiel macht die Größenordnung sichtbar: Wer 45 Jahre lang jeweils einen Entgeltpunkt angesammelt hat, kommt 2026 auf 45 x 42,52 Euro = 1.913,40 Euro brutto Rente pro Monat. Dieselbe Punktzahl brachte 2015 im Westen nur 1.314,45 Euro und im Osten 1.217,25 Euro. Die Tabelle liefert damit eine schnelle Orientierung, wie stark sich langjährige Beitragszeiten heute finanziell auswirken, meldet business-punk.com.