Mit dem Jahreswechsel beginnt für viele die konkrete Urlaubsplanung – und damit die Frage, ob 2026 eher Entspannung, Naturerlebnis oder Fernreise auf dem Programm steht. So nutzen zahlreiche Reisende den ruhigen Januar, um Ziele zu vergleichen, Preise zu prüfen und erste Reservierungen vorzunehmen. Denn wer früh bucht, profitiert oft von größerer Auswahl bei Flügen und Unterkünften, gerade in beliebten Regionen rund ums Mittelmeer oder in den Alpen. Gleichzeitig wächst das Interesse an weniger bekannten Orten, die trotz guter Erreichbarkeit nicht von Besucherströmen dominiert werden und so mehr Ruhe versprechen.
Kitzbühel, Les 3 Vallées und Bansko im Wintervergleich
Für den Winterurlaub 2026 zählen Kitzbühel/Kirchberg in Österreich und Les 3 Vallées in Frankreich zu den prominentesten Skiregionen in Europa. Beide Gebiete bieten ein dichtes Netz an Liften, zahlreiche Pistenkilometer und ein breites Angebot an Skischulen sowie Après-Ski. Wer bei Anreise und Unterkunft flexibel ist, kann durch Randterminen außerhalb der Ferien spürbar sparen. Als preisbewusste Alternative hebt t-online.de den bulgarischen Ort Bansko im Pirin-Gebirge hervor. Das Gebiet gilt als familienfreundlich, die Skipässe sind meist deutlich günstiger als in Westeuropa, und die Anreise über Sofia lässt sich mit einem kurzen Städtetrip kombinieren – ein Pluspunkt für alle, die Wintersport mit Kultur verknüpfen möchten.
El Hierro: Kanareninsel für ruhigen Natururlaub
Während Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote bereits seit Jahren mit hohem Gästeaufkommen und Protesten gegen Massentourismus konfrontiert sind, positioniert sich El Hierro als leise Alternative. Die kleinste und westlichste Insel des Archipels empfängt nur rund 26.000 Besucher jährlich, davon etwa 4.100 aus dem Ausland. Es gibt keine Direktflüge aus Mitteleuropa; Reisende gelangen über Teneriffa oder Gran Canaria mit Inlandsflug oder Fähre ans Ziel. Belohnt wird der Umweg mit Lavafelsen, dichten Wäldern und international geschätzten Tauchrevieren. Die Insel ist Unesco-Biosphärenreservat, und 2023 wurde an fast 36 Tagen ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt – ein Argument für alle, die auf Klimabilanz und authentisches Inselleben achten.
Sardinien 2026: Mittelmeerklassiker mit Gesundheitsfaktor
Für den Sommer 2026 rückt Sardinien stärker in den Fokus. Die italienische Insel kombiniert Strände, Felsbuchten und Berge mit kleinen historischen Orten im Landesinneren. vogue.de beschreibt Sardinien als Alternative zu überfüllten Mittelmeer-Spots, auch weil dort verstärkt in umweltschonende Infrastruktur investiert wird, um Besucher besser zu verteilen. Preislich attraktiv sind vor allem Juni und September: weniger Hitze, oft günstigere Unterkünfte und zugleich stabile Badetemperaturen. Zusätzlich interessant ist die Einordnung als „Blue Zone“ – einer von weltweit fünf Regionen, in denen Menschen nachweislich älter werden als im globalen Durchschnitt. Wer Wert auf gesunde Küche, Bewegung in der Natur und entschleunigtes Tempo legt, findet hier passende Bedingungen.
Peru: Fernreiseziel mit verbesserter Anbindung
Für Langstreckenreisen bleibt Peru ein Highlight. Neben dem berühmten Machu Picchu gewinnen das Heilige Tal, der Inka-Pfad und die Stadt Cusco an Bedeutung, da neue Flughafenanbindungen und überarbeitete Besucherlenkung die Organisation vereinfachen. Die optimale Reisezeit für die Andenregion liegt zwischen Mai und September, wenn das Klima in der Trockenzeit relativ stabil bleibt. An der Pazifikküste lockt die Hauptstadt Lima mit einer von der UNESCO geschützten Altstadt, Straßenkunst und einer Gastronomieszene, die von Märkten bis zu mehrfach ausgezeichneten Restaurants reicht. Wer Rundreise und Badeaufenthalt kombinieren will, sollte Flugzeiten und Inlandsverbindungen früh prüfen – so lassen sich Transitzeiten minimieren und Kosten strukturieren.