Ab Februar 2026 greifen mehrere finanzielle Änderungen, die besonders Ruheständler spüren werden. Während die Bruttorente unverändert bleibt, führen gestiegene Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen dazu, dass am Monatsende weniger Geld auf dem Konto ankommt. Hintergrund ist die Anhebung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags von 2,5 auf 2,9 Prozent zum Jahreswechsel 2025/2026, deren Wirkung mit Verzögerung in der Rentenauszahlung ankommt. Parallel dazu laufen Fristen für Arbeitgeber bei Steuer- und Unfallversicherungsdaten, und es ändern sich Regeln für Solarstrom sowie Rahmenbedingungen für Reisen und Währungsumstellungen.
Zusatzbeitrag zur Krankenkasse steigt auf 2,9 Prozent
Die gesetzliche Krankenversicherung erhebt neben dem allgemeinen Beitrag einen kassenindividuellen Zuschlag, der zum 1. Januar 2026 im Durchschnitt von 2,5 auf 2,9 Prozent angehoben wurde. Für pflichtversicherte Rentner übernimmt die Deutsche Rentenversicherung die Hälfte dieses Zusatzbeitrags, die andere Hälfte wird direkt von der laufenden Zahlung einbehalten. Durch die zweimonatige Verzögerung bei der technischen Umsetzung wirkt sich die Erhöhung erst mit der März-Rente aus. Da viele Überweisungen vorschüssig erfolgen, trifft die erste geringere Nettoauszahlung bereits Ende Februar ein, meldet Focus. Wer bislang knapp mit seinem Budget kalkuliert hat, sollte den Abschlag frühzeitig einplanen.
Rente vorschüssig: Warum das Geld schon Ende Februar fehlt
Ein Teil der Altersbezüge wird nicht nachschüssig, sondern vorschüssig gezahlt. Das bedeutet: Die Überweisung am Monatsende ist bereits die Zahlung für den kommenden Monat. Im konkreten Fall ist die Überweisung Ende Februar 2026 bereits die März-Rente – und damit die erste, bei der der höhere Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent auf die Rentenversicherung wirkt. Die nominelle Höhe der zugesagten Altersleistung ändert sich nicht, doch durch die angehobenen Krankenkassenabzüge reduziert sich der Auszahlungsbetrag. Für viele Senioren macht das je nach Höhe ihrer Bezüge einige Euro pro Monat aus; wer mehrere Kranken- und Pflegeversicherungsabzüge trägt, spürt die Belastung deutlicher.
Finanzplanung im Ruhestand anpassen
Für Verbraucher im Ruhestand bedeutet die niedrigere Netto-Rente, dass der monatliche Spielraum für laufende Ausgaben kleiner wird. Sinnvoll ist ein aktualisierter Haushaltsplan, der feste Posten wie Miete, Energie und Lebenshaltung sowie variable Kosten für Freizeit und Reisen neu gewichtet. Wer bislang wenig Rücklagen aufgebaut hat, sollte prüfen, ob Einsparpotenziale bei Strom, Gas, Telekommunikation oder Versicherungen bestehen. Ergänzend kann sich eine Überprüfung privater Vorsorgeprodukte anbieten, etwa bestehender Riester- oder Basisrentenverträge, um zusätzliche Auszahlungen im Alter zu sichern. Auch kleine Nebenverdienste können helfen, die Lücke zu begrenzen, müssen aber auf mögliche Steuer- und Beitragsfolgen geprüft werden.
Weitere Stichtage im Februar 2026 im Blick behalten
Neben der veränderten Rentenauszahlung bringt der Februar 2026 mehrere Termine mit wirtschaftlicher Relevanz. Arbeitgeber müssen die elektronischen Lohnsteuerbescheinigungen für 2025 bis spätestens 28. Februar an das Finanzamt übermitteln, sonst drohen Rückfragen und Verzögerungen bei der Bearbeitung der Steuererklärung. Betriebe der BG BAU müssen bereits bis zum 16. Februar Entgelte und Arbeitsstunden melden, da daraus der Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung errechnet wird, wie Focus meldet. Parallel sinkt zum 1. Februar die Vergütung für neu in Betrieb genommene Photovoltaikanlagen um ein Prozent, und seit Jahresbeginn 2026 ist Bulgarien Teil der Eurozone, was vor allem für reisefreudige Rentner und Anleger mit Auslandsbezug von Interesse sein kann.