Julian Nagelsmann steht als Bundestrainer bei der WM 2026 nicht nur sportlich im Fokus, sondern auch finanziell. Für Fußballfans ist vor allem interessant, was ein Spitzenposten beim DFB kostet und wie stark sich die Bezahlung im Vergleich zum Vorgänger verändert hat. Laut Focus soll Nagelsmann rund 4,8 Millionen Euro pro Jahr erhalten. Hansi Flick lag als deutscher Nationaltrainer demnach bei etwa 6,5 Millionen Euro jährlich. Damit spart der Verband auf dieser Position rund 1,7 Millionen Euro pro Jahr, obwohl es sich weiter um einen der bekanntesten Trainerjobs des Landes handelt.
4,8 Millionen Euro statt 6,5 Millionen
Die Differenz zum Vorgänger ist der zentrale Finanzfakt dieser Personalie. Nagelsmann soll damit deutlich weniger verdienen als Flick. Das ist bemerkenswert, weil der heute 36-Jährige zuvor Trainer bei Bayern München, RB Leipzig und der TSG Hoffenheim war und zu den prominentesten Coaches im deutschen Fußball zählt. Sein DFB-Gehalt liegt zudem Medienberichten zufolge unter dem, was er zuvor als Klubtrainer in München bezogen haben soll. Für den Verband bedeutet das: hohe öffentliche Strahlkraft, aber geringere laufende Kosten als in der vorherigen Besetzung des Amts.
Nagelsmann nennt den Job ein Privileg
Zu seinem Einkommen hat sich der Trainer selbst bereits geäußert. In seiner ersten Pressekonferenz sagte er: „Ich will dafür keine Lorbeeren, ich bin mir völlig bewusst, dass mein Job nach wie vor ein Privileg ist und ich genügend Geld verdiene", so Julian Nagelsmann laut focus.de. Die Aussage passt zu einem Punkt, der in der Debatte oft übersehen wird: Beim Amt des Bundestrainers geht es nicht nur um das reine Gehalt, sondern auch um Reichweite, Ansehen und Vertragswert. Gerade im Sportbusiness ist die Summe auf dem Papier nur ein Teil der wirtschaftlichen Gesamtwirkung.
Vertrag erst bis WM 2026, später bis EM 2028
Am 22. September 2023 übernahm der Coach das Amt nach dem Aus von Hansi Flick. Zunächst sollte er die Nationalmannschaft durch die Heim-EM 2024 führen. Kurz vor dem Turnier wurde sein Vertrag dann bis zur WM 2026 verlängert. Wenige Monate später folgte laut den vorliegenden Angaben im Januar 2025 sogar die Ausweitung bis zur EM 2028. Für die finanzielle Betrachtung heißt das: Aus einem zunächst kurzfristig wirkenden Engagement wurde ein länger laufendes Arbeitsverhältnis. Solche Laufzeiten sind im Profisport wichtig, weil sie Planungssicherheit für beide Seiten schaffen.