Wenn man krank im Bett liegt, fallen oft zuerst die warmen Decken oder riesigen Teetassen auf – doch ein Detail ist medizinisch spannender: dicke Socken. Gerade bei Erkältung oder Grippe können sie mehr bewirken als nur ein gemütliches Gefühl. Laut „soxs.co“ unterstützen warme Wollsocken den Körper, indem sie die Füße konstant temperiert halten und Feuchtigkeit regulieren.
Wollsocken unterstützen Immunsystem und Kreislauf
Bei einer Erkältung bündelt der Körper seine Energie auf die Abwehr, wodurch die Hände und Füße oft kalt werden. Bleiben die Füße warm, muss der Organismus weniger Kraft in die Temperaturregulation stecken und kann sich stärker auf das Immunsystem konzentrieren. Denn wer friert, schläft schlechter – und genau dieser Schlaf ist entscheidend.
Zudem fördert Fußwärme die Durchblutung: Nährstoffe und Immunzellen gelangen besser in die Gewebe, Abbauprodukte werden schneller abtransportiert. Hochwertige Wolle – etwa Merino oder neuseeländische Schurwolle – isoliert, ohne zu überhitzen, und sorgt dafür, dass die Füße auch bei Fieberschwankungen angenehm bleiben.
Nasses-Socken-Ritual: Hausmittel mit Placebo-Power
Ein ungewöhnliches Hausmittel sorgt immer wieder für Diskussionen: das „Wet Socks Treatment“, bei dem dünne, kalte Baumwollsocken mit dicken Wollsocken überzogen und über Nacht getragen werden. Diese Hydrotherapie kann die Durchblutung anregen, Fieber regulieren und Stauungen im Kopfbereich lösen soll.
Auch „healthline.com“ erklärt, dass es keine belastbaren Studien dazu gibt, viele Anhänger aber auf den Effekt schwören. Ein Teil der Wirkung könnte auf dem Placebo-Effekt beruhen – dennoch berichten Betroffene von besserem Schlaf, weniger Druckgefühl im Kopf und einem subjektiv leichteren Krankheitsverlauf.
Warum Socken beim Duschen sinnvoll sein können
Gerade bei Erkältung ist der Moment nach dem Duschen kritisch. Werden die Füße nach dem warmen Bad sofort gut abgetrocknet und in trockene Wollsocken gesteckt, bleibt der Wärmeeffekt länger erhalten. Die Socken können auch direkt zum Duschen angezogen werden, um einen stetige Wärme und anschließende, angenehme Feuchtigkeit zu bieten.
Dieser Trick schützt vor erneutem Frösteln und entlastet den Kreislauf, der ohnehin durch Infekt und eventuelles Fieber gefordert ist. In Kombination mit weiteren Maßnahmen wie ausreichend Flüssigkeit, Ruhe und gegebenenfalls Medikamenten kann dieser einfache Schritt dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern und den Schlaf in Krankheitsphasen zu stabilisieren.