Zum Monatswechsel greifen mehrere Neuerungen, die für Beschäftigte, Autofahrer, Beamte und Familien relevant sind. Fest steht bereits das Gehaltsplus im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Daneben plant die Bundesregierung eine zeitlich befristete Entlastung bei Benzin und Diesel sowie eine neue Prämie für Beschäftigte.

Auch beim Kauf von Elektroautos startet im Mai ein neues Förderportal. Hinzu kommt eine Erweiterung des Neugeborenen-Screenings. Damit reicht das Spektrum der Änderungen von der Lohnabrechnung über die Zapfsäule bis hin zu Leistungen im Gesundheitsbereich.

2,8 Prozent mehr Geld für 2,5 Millionen Beschäftigte

Ab 1. Mai 2026 steigen die Tabellenentgelte im TVöD um 2,8 Prozent. Davon profitieren mehr als 2,5 Millionen Beschäftigte bei Bund und Kommunen, darunter auch Auszubildende, Studierende sowie Praktikantinnen und Praktikanten, wie „finanzen.net“ berichtet.

Für Azubis, Praktikanten und Studierende kommt laut „t-online.de“ zusätzlich ein Plus von 75 Euro hinzu. Ebenfalls relevant ist die geplante Reform der Bundesbeamtenbesoldung. Innenminister Alexander Dobrindt will die unterste Besoldungsstufe streichen. In der Gruppe A3, Stufe 1, würde das Grundgehalt damit von 2.706,99 Euro auf 3.107,26 Euro steigen.

17 Cent weniger pro Liter und bis zu 1.000 Euro Prämie

Bei Kraftstoffen ist für Mai eine befristete Steuersenkung vorgesehen. Benzin und Diesel sollen für zwei Monate um rund 17 Cent brutto je Liter günstiger werden. Hintergrund sind die gestiegenen Energiepreise infolge des Irankonflikts. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD will dafür die Energiesteuer um rund 14 Cent netto pro Liter senken.

Zusätzlich ist eine steuer- und sozialabgabenfreie Krisenprämie von bis zu 1.000 Euro vorgesehen. Einen Anspruch darauf gibt es aber nicht, denn die Zahlung bleibt freiwillig. Beide Maßnahmen müssen noch final durch Bundestag und Bundesrat.

E-Auto-Portal startet mit Zuschüssen bis 6.000 Euro

Im Mai soll zudem das neue Online-Förderportal für Elektroautos freigeschaltet werden. Privatpersonen können dann rückwirkend Zuschüsse für Fahrzeuge beantragen, die seit dem 1. Januar 2026 neu zugelassen wurden. Der maximale Förderbetrag liegt bei 6.000 Euro, berichtet „chip.de“.

Die Förderung ist nach Einkommen gestaffelt: Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen sollen höhere Zuschüsse erhalten als Besserverdienende. Außerdem ist pro Kind im Haushalt ein zusätzlicher Bonus geplant. Die genauen Einkommensgrenzen und Details zu den Förderbedingungen will die Bundesregierung erst mit dem Start des Portals veröffentlichen.

Ab 15. Mai vier zusätzliche Tests für Neugeborene

Familien betrifft eine Änderung im Gesundheitswesen. Ab dem 15. Mai 2026 wird das gesetzliche Neugeborenen-Screening um vier Untersuchungen erweitert. Künftig wird zusätzlich auf Vitamin-B12-Mangel sowie auf Homocystinurie, Propionazidämie und Methylmalonazidurie getestet. Diese seltenen Erkrankungen können unbehandelt schwere körperliche und geistige Entwicklungsstörungen auslösen. Der Gemeinsame Bundesausschuss hatte die Erweiterung bereits im Mai 2025 beschlossen.

Neu ist im Mai außerdem der bundesweite Mitmachtag für das Ehrenamt am 23. Mai, initiiert von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Im Mittelpunkt steht die Sichtbarkeit freiwilligen Engagements.