Kontaktloses Bezahlen mit Bankkarte, Kreditkarte oder Smartphone gehört längst zum Standard an der Kasse. Die Funktechnik per RFID- oder NFC-Chip ermöglicht schnelle Transaktionen, birgt aber ein Missbrauchspotenzial: Mit entsprechend präparierten Lesegeräten lassen sich Karten theoretisch auch aus kurzer Distanz ausspähen – etwa in Menschenmengen oder vollen Bahnen. Laut wmn.de sind zudem Ausweise und Reisepässe mit Funkchips ein attraktives Ziel, da dort besonders sensible Informationen gespeichert sind. RFID-Blocker wollen genau hier ansetzen und Zahlungs- wie Ausweisdaten besser vor unbefugtem Zugriff schützen.
Kontaktlose Karten: Komfort mit Sicherheitslücke
In den meisten aktuellen Bank- und Kreditkarten sitzt ein kleiner Funkchip, der beim Bezahlen mit dem Lesegerät kommuniziert. Eigentlich ist dafür eine kurze Distanz nötig, doch Kriminelle nutzen leistungsstärkere Scanner, um Informationen unauffällig abzugreifen. Verbraucherzentralen berichten von Fällen, in denen Transaktions- oder Personendaten erfasst wurden, ohne dass Betroffene etwas bemerkten, meldet wmn.de. Besonders heikel sind Ausweis- und Passdokumente, da bestimmte Datensätze über Identität und Reisedetails Rückschlüsse auf Vermögensverhältnisse oder Bewegungsprofile zulassen können.
Wie RFID-Blocker Karten und Ausweise abschirmen
RFID-Blocker – als Karte, Hülle oder spezieller Geldbeutel erhältlich – enthalten leitfähige Schichten, die Funkwellen absorbieren oder umlenken. Befindet sich eine Zahlungskarte hinter dieser Barriere, bleibt der Chip für externe Lesegeräte unsichtbar. Erst wenn sie bewusst entnommen wird, funktioniert das kontaktlose Bezahlen wieder. Die Schutzlage blockiert sowohl das einfallende Signal als auch die Antwort des Chips, wodurch Datenzugriffe von außen massiv erschwert werden. Entscheidend ist, dass der Blocker tatsächlich zwischen Funkquelle und Karte liegt, betont wmn.de.
Wann sich der Einsatz von RFID-Blockern wirklich lohnt
Der Zusatzschutz bietet sich vor allem für Menschen an, die mehrere Karten und Ausweise ständig bei sich führen. Auf Reisen, bei Großveranstaltungen oder in vollen Einkaufsstraßen ist das Risiko verdeckter Scanversuche erhöht, weshalb Sicherheitsexpertinnen den Einsatz empfehlen. Wichtig: RFID-Blocker verhindern keinen Betrug am Geldautomaten oder beim Online-Banking, sondern adressieren speziell das Funk-Auslesen im Alltag. Als Teil eines Bündels von Vorsichtsmaßnahmen – etwa PIN-Schutz, Betragslimits und Kontoüberwachung – senken sie das Gesamtrisiko deutlich, so wmn.de*.
Kosten, Alternativen und praktische Tipps für Verbraucher
Einfache Blockerkarten sind bereits für wenige Euro erhältlich, hochwertige Geldbörsen mit integrierter Abschirmung kosten mehr, decken dafür aber alle Fächer ab. Als kostengünstige Alternative können auch spezielle Hüllen genutzt werden, in denen nur die wichtigsten Dokumente stecken. Finanzexpertinnen raten, vor dem Kauf auf geprüfte Materialien und nachvollziehbare Testergebnisse zu achten. Wer Wert auf Datenschutz legt, sollte vor allem häufig genutzte Zahlungsmittel und offizielle Dokumente schützen. In Kombination mit aufmerksamem Umgang an Kasse und Automat steigt die finanzielle Sicherheit im Alltag spürbar, berichtet wmn.de*.