Wenn Husten, Schnupfen und Frösteln den Alltag bestimmen, greifen viele zu Hausmitteln, die in der Familie weitergegeben wurden. In Italien hat sich dabei ein Klassiker etabliert, der liebevoll „italienisches Penicillin“ genannt wird. Die Pastina-Suppe mit feinen Nudeln und aromatischem Gemüse gilt als wärmende Wohltat bei Atemwegsinfekten. Zahlreiche Italienerinnen und Italiener schwören in der Erkältungszeit auf diese Brühe, die Körper und Seele gleichermaßen guttun soll. Das Rezept ist unkompliziert, lässt sich variieren und passt perfekt in die kühle Jahreszeit.
Pastina-Suppe als italienischer Erkältungs-Klassiker
Die Grundlage der Pastina-Suppe ist eine klare Brühe, in der winzige Nudeln – die Pastina – gegart werden. Das Gericht wird in vielen Haushalten gekocht, sobald die ersten Erkältungssymptome auftreten. Der scherzhafte Beiname „italienisches Penicillin“ spielt darauf an, dass die Suppe als besonders wohltuend empfunden wird, wenn Husten und Schnupfen plagen. Ob mit Gemüsebrühe oder Rinderfond, mit oder ohne Fleisch: Entscheidend ist die Kombination aus Wärme, Flüssigkeit und milden Aromen, die den Körper entlasten und den Appetit auch bei geschwächtem Zustand anregen.
Sellerie, Möhren und Knoblauch geben der Suppe Kraft
Für die klassische Variante kommen etwa eine Stange Sellerie, zwei Möhren, eine Zwiebel und ein bis drei Knoblauchzehen in einen Topf mit Wasser oder Brühe. Dieses Gemüse wird rund 20 Minuten sanft geköchelt, bis es weich ist und seine Aromen an die Flüssigkeit abgegeben hat. Anschließend wandert das gegarte Gemüse mit einem Schuss Brühe in den Mixer und wird fein püriert. So entsteht eine sämige Basis, die nicht nur aromatisch, sondern auch bekömmlich ist. Der Knoblauch liefert dabei eine würzige Note, die viele mit Hausmitteln gegen Erkältungen verbinden.
Cremige Basis trifft auf feine Pastina-Nudeln
Ist das Gemüse püriert, kommt die Mischung zurück in den Topf und wird mit weiterer Brühe aufgegossen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Dann werden die kleinen Pastina-Nudeln direkt in der Suppe gegart, bis sie weich, aber noch bissfest sind. Das Rezept lässt sich leicht anpassen: Wer es herzhafter mag, kann etwas geriebenen Hartkäse über die fertige Suppe streuen oder ein Stück gekochtes Fleisch hinzufügen. Andere bevorzugen die leichte, vegetarische Variante, die besonders sanft zum Magen ist und sich auch für Kinder eignet.
Warum die Pastina-Suppe als „italienisches Penicillin“ gilt
Der Spitzname der Suppe ist natürlich nicht medizinisch gemeint, sondern beschreibt den tröstenden Effekt des Gerichts. Die Wärme der Brühe kann fröstelnde Glieder entspannen, die Flüssigkeit unterstützt den Körper dabei, ausreichend hydriert zu bleiben. Das fein pürierte Gemüse liefert Nährstoffe, ohne den Verdauungstrakt zu belasten. Viele Familien greifen in Italien bei den ersten Anzeichen von Husten und Schnupfen zu diesem Rezept, das schnell zubereitet ist und sich gut vorbereiten lässt. So wird die Pastina-Suppe zum festen Ritual in der Erkältungszeit.