Honorare in Millionenhöhe machen den Blick auf den Preis zwar nicht nötig. Die dokumentierten Fälle zeigen aber trotzdem, wie ernst es einigen Stars mit dem Sparen ist.

Welche Rolle spielen Gutscheincodes im Leben von Prominenten?

Mehrere Prominente haben sich öffentlich zu Coupons und Gutscheincodes bekannt. Kristen Bell erklärte in der Show von Conan O'Brien, sie sei sehr sparsam und nutze gerne viele Gutscheincodes. Mit den 20-Prozent-Coupons einer Haushaltswarenkette spare sie bei einer Bettdecke oder Klimaanlage mehr als 80 Dollar.

Lady Gaga fragte 2012 auf Twitter, warum Menschen sie schief ansähen, wenn sie im Supermarkt Gutscheincodes einlöse. Sie stamme aus New York und suche eben nach dem Ausverkaufsständer. Carrie Underwood bekannte in einem Magazin-Blog, sie habe ihre Gutscheincodes wie üblich zu Hause vergessen.

Kourtney Kardashian widmete ihrer Vorliebe für Schnäppchen eine ganze Folge ihrer Reality-Show. In einem Podcast bezeichnete sich Shonda Rhimes als Frau, die noch immer Gutscheincodes ausschneidet. Harrison Ford nimmt im Kino schlicht den Seniorenrabatt und kauft von den gesparten vier Dollar Popcorn.

Wie verbreitet sind Gutscheincodes jenseits der Anekdoten von Prominenten?

Was Prominente vor der Kamera erzählen, gehört für einen Teil der Käufer zum Einkaufsalltag. In einer YouGov-Umfrage von Anfang 2021 gaben 22 Prozent der Befragten in Deutschland an, Gutscheincodes oder Online-Gutscheine einzusetzen.

Neuere repräsentative Zahlen fehlen, die Angabe bleibt deshalb eine Momentaufnahme. Der Vorgang dahinter ist unkompliziert. Eine Zeichenfolge wandert beim Bestellvorgang in ein Feld im Warenkorb, danach sinkt der Preis oder der Versand entfällt.

Spezialisierte Gutscheinportale bündeln laufende Gutscheincodes vieler Onlineshops, sodass die Suche nicht in jedem Onlineshop einzeln erfolgen muss.

Seit wann begleiten Gutscheincodes die Sparroutinen von Prominenten?

So neu, wie es wirkt, ist die prominente Sparfreude nicht. Lady Gagas Tweet stammt von 2012, Sarah Michelle Gellars Interview von 2018, Meghan Markles Konferenzauftritt von 2021.

Alle Belege sind Selbstauskünfte aus Interviews, Tweets und Shows, teils liegen sie Jahre zurück. Über das heutige Einkaufsverhalten der Genannten sagen sie nicht wirklich viel aus.

Beim DealBook Summit der New York Times erklärte Markle, sie kaufe nie etwas online, ohne vorher einen Promo-Code zu suchen. Das Couponschneiden aus ihrer Jugend sei ihr in Fleisch und Blut übergegangen.

Den Code im Warenkorb nannte sie die moderne Version derselben Gewohnheit. Aus Papierschnipseln wurden Gutscheine, das Ritual blieb.

Warum machen Gutscheincodes auch ohne Geldsorgen viel Freude?

Auffällig ist das Muster hinter fast allen Aussagen. Die Stars verweisen auf ihre Herkunft, nicht auf ihr Konto. Lady Gaga wuchs in einer New Yorker Arbeiterfamilie auf, Meghan Markle erinnert an Jahre, in denen jeder Dollar zählte.

In der Show von Kelly Ripa fand Hilary Swank ein Bild dafür. Zeitungscoupons sähen für sie aus wie Dollarscheine, die einen anstarren. Das Sparen stecke ihr in den Knochen, sagte sie mit Blick auf ihre Kindheit.

Swanks Dollarschein-Bild und Markles Suche vor jedem Kauf erzählen vom selben Reiz. Gutscheincodes liefern das kleine Erfolgserlebnis eines guten Geschäfts, unabhängig vom Kontostand. Ein Rabatt freut halt auch den, der ihn nicht nötig hätte.

Wie begründen Prominente ihre Vorliebe für Gutscheincodes?

Sarah Michelle Gellar begründete ihre Sparsamkeit mit einer Gegenfrage. Noch heute schneide sie Coupons aus, erzählte sie in dem Interview. Als eine Kundin in einem Kaufhaus wissen wollte, warum sie das trotz ihres Erfolgs tue, habe Gellar entgegnet: Warum sollte sie mehr bezahlen als nötig?

Finanzieller Erfolg sei schließlich kein Grund, achtlos mit Geld umzugehen. Damit trifft die Schauspielerin einen aktuellen Nerv: Denn Gutscheine erleben aktuell einen massiven Boom.

Lohnenswerte Gutscheine sind längst keine Frage des Status mehr, sondern Ausdruck eines bewussten Umgangs mit Preisen. Sparen gilt dabei nicht als Zeichen von Knappheit, sondern von Aufmerksamkeit.

Warum lösen auch Prominente so gerne Gutscheincodes ein?

Zwischen rotem Teppich und heimischem Warenkorb gelten beim Einlösen dieselben Spielregeln. Einige Eckdaten entscheiden an jeder virtuellen Kasse darüber, wann Gutscheincodes den vollen Rabatt einbringen:

  • Mindestbestellwert: Auch der Warenkorb einer Oscar-Preisträgerin erreicht den Rabatt erst ab einer festgelegten Summe.
  • Gültigkeitsdatum: Ein kurzer Blick auf die Frist sichert den Rabatt rechtzeitig.
  • Kombinierbarkeit: Manche Aktionen lassen sich mit Sale-Preisen verbinden, andere gelten nur einzeln.
  • Zielgruppe: Neukundencodes richten sich an Erstbesteller, Bestandskunden finden eigene Aktionen.
  • Alternativen: Bleibt der Preisabzug aus, führt oft ein zweiter Gutscheincode aus der aktuellen Übersicht zum Ziel.

Spar-Events wie der Black Friday sammeln solche Aktionen an festen Terminen im Jahr. Eine Grenze zieht das Publikum, wie der Fall Tara Reid zeigt. Die Schauspielerin verlangte in einem britischen Modegeschäft einen Rabatt allein wegen ihrer Prominenz und erntete Unverständnis.

Ein Gutscheincode, der für alle gilt, kommt besser an als ein Sonderrecht für Prominente. In den dokumentierten Aussagen erscheint Sparen weniger als Zwang denn als Gewohnheit, bei Popstars und Oscar-Preisträgerinnen wie bei anderen Verbrauchern.

Es bleibt einfach für alle Menschen verschiedener Einkommensklassen dasselbe gute Gefühl, mittels Gutscheincodes einen günstigeren Preis erhalten zu haben. Ganz egal, über welches Vermögen der eine oder andere letztendlich verfügt.