Der Februar 2026 bringt mehrere finanzrelevante Neuerungen, die direkt auf Haushaltskasse, Reiseplanung und Digital-Alltag wirken. Besonders im Fokus stehen geringere Sätze für neuen Solarstrom, die endgültige Euro-Einführung in Bulgarien und strengere Vorgaben für Reisen nach Großbritannien. Dazu kommen das Aus für einzelne Apps und Funktionen, technische Umstellungen beim TV-Empfang sowie eine wichtige Steuerfrist für Arbeitgeber. Laut Zeit sind zudem Anpassungen im sogenannten Heizungsgesetz geplant, das künftig als Gebäudemodernisierungsgesetz firmieren soll. Wer Investitionen oder Reisen plant, sollte die Termine im Blick behalten.

Einspeisevergütung für neue Solaranlagen sinkt um 1 Prozent

Für neue Photovoltaikanlagen bis 100 Kilowatt Leistung reduziert sich zum 1. Februar 2026 die Vergütung für eingespeisten Strom um ein Prozent. Kleine Dachanlagen bis 10 Kilowatt erhalten dann 12,35 Cent je Kilowattstunde bei Volleinspeisung und 7,78 Cent bei Teileinspeisung, meldet Zeit.

Für bereits laufende Anlagen bleiben die bisher zugesicherten Sätze für 20 Jahre stabil. Der Abschlag folgt dem gesetzlich festgelegten Degressionsmechanismus, der halbjährlich greift; die nächste Anpassung steht im August 2026 an. Wer jetzt in Solar investiert, sollte die Kalkulation aktualisieren und prüfen, ob sich Volleinspeisung oder Eigenverbrauch mit Überschussvergütung stärker lohnt.

ChatGPT mit Werbung, Microsoft Lens vor dem Aus

Im digitalen Bereich startet im Februar ein Werbemodell bei ChatGPT: Anzeigen erscheinen in der kostenlosen Variante und in einem günstigen Abo, während höherpreisige Tarife ohne Reklame bleiben. Eine feste Preisliste für die Angebote der KI-Plattform gibt es bislang nicht, berichtet rnd.de.

Parallel streicht Microsoft mehrere Dienste: Die Scanner-App Microsoft Lens verschwindet aus den App-Stores und verliert ab März 2026 ihre Scan-Funktion, zudem entfällt die Option „An Kindle senden“ in Word.

Für Verbraucher bedeutet das, rechtzeitig Alternativen für das digitale Dokumenten-Management zu suchen und zu prüfen, ob Werbeeinblendungen bei KI-Diensten akzeptabel sind oder ein Umstieg auf kostenpflichtige, werbefreie Pakete sinnvoll erscheint.

Bulgarien nur noch mit Euro, TV-Kunden brauchen Internetbox

Zum 1. Februar 2026 ist der Euro einziges offizielles Zahlungsmittel in Bulgarien. Der Lew wird vollständig aus dem Zahlungsverkehr genommen, der feste Kurs liegt bei 1 Euro zu 1,95583 Lew. Urlauber und Firmen mit Geschäftsbeziehungen nach Bulgarien profitieren von wegfallenden Umtauschgebühren und einfacheren Preisvergleichen. Kartenzahlungen funktionieren ohne zusätzliche Wechselkurskosten, meldet Bild.

Parallel ändert sich in Deutschland der Fernsehempfang für viele Haushalte: Sky schaltet ab 10. Februar zahlreiche Programme im Vodafone-Kabelnetz auf IP-Empfang um. Betroffene Abonnenten benötigen künftig eine internetfähige Set-Top-Box und ausreichend Bandbreite, um weiter in gewohnter Qualität zu schauen.

Lohnsteuerfrist, Reisegenehmigung für UK und App-Schließung

Für Arbeitgeber endet am 28. Februar die Frist zur elektronischen Übermittlung der Lohnsteuerbescheinigungen 2025 an das Finanzamt. Verspätete Meldungen können Sanktionen auslösen.

Im Reiseverkehr führt Großbritannien ab dem 25. Februar verbindlich eine elektronische Reisegenehmigung (ETA) ein, die 16 Pfund kostet und in der Regel zwei Jahre gilt. Airlines dürfen Personen ohne gültige ETA nicht mehr transportieren. Wer Bulgarien oder Großbritannien ansteuert, sollte daher neben der Budgetplanung auch Dokumente und Karten prüfen.

Zusätzlich stellt der alternative iOS-App-Marktplatz Setapp Mobile am 16. Februar den Betrieb ein; Nutzende sollten vorab Daten sichern, da Inhalte anschließend nicht mehr erreichbar sind, so Zeit.