Nach üppigen Feiertagen setzen viele Menschen auf einen radikalen Neustart mit bunten Säften. Auf Phasen voller Käsefondue, Keksen und wenig Vitaminen, folgt der Wunsch, sich im Januar „wie neu“ zu fühlen. Der aktuelle Detox-Trend orientiert sich am klassischen Fasten, nur dass statt fester Nahrung leichte Säfte und Suppen im Mittelpunkt stehen.

Detox-Fans setzen auf Saftfasten-Routinen

Menschen, die auf Detox schwören, folgen dabei meist einem klaren Ritual: mehrere Säfte am Tag, dazu Wasser und ungesüßter Tee – feste Nahrung bleibt für kurze Zeit außen vor. Laut „leben-und-erziehen.de“ greifen viele zu Kuren von drei bis zu 14 Tagen, je nach Durchhaltevermögen und Terminkalender. Der Fokus liegt auf vitaminreichen Obst- und Gemüsemischungen.

Dies ist an das traditionelle Saftfasten angelehnt. Ein weiterer Pluspunkt: Wer seine Drinks selbst presst, weiß genau, was im Glas landet, kann sie direkt vor dem Trinken zubereiten und spart im Vergleich zu teuren Lieferpaketen, die in Hollywood längst zum Lifestyle-Accessoire geworden sind.

Grüne Säfte und bunte Mixe im Alltag

In Detox-Phasen dominieren vor allem Zutaten, die viel Flüssigkeit liefern und gleichzeitig nährstoffreich sind. Laut „leben-und-erziehen.de“ achten viele Menschen darauf, dass mindestens rund ein Drittel des Inhalts aus Gemüse besteht, damit der Fruchtzuckeranteil nicht zu hoch wird.

Beliebt sind Kombinationen wie Apfel mit Staudensellerie und Spinat, Ananas mit Minze und Gurke oder Rote Bete mit Birne. Zitrusfrüchte wie Orange, Grapefruit und Zitrone sorgen für Frische, während Ingwer für eine leichte Schärfe eingesetzt wird. Zwei grüne und vier fruchtige Säfte pro Tag gelten als gängige Aufteilung, die sich gut in dichte Terminkalender integrieren lässt.

Saftkur-Trend, Nebenwirkungen und Grenzen

Auch wenn viele von mehr Energie und einem leichteren Körpergefühl schwärmen, bleibt der Trend nicht ohne Schattenseiten. Zu Beginn einer Kur können Schwindel, Kopfschmerzen, Kälteempfinden oder Müdigkeit auftreten, weil sich der Stoffwechsel umstellt.

Deshalb greifen einige ergänzend zu klarer Gemüsebrühe oder leichten Suppen, um Salzbedarf und Wärmehaushalt zu unterstützen. Fachportale betonen zudem, dass strenge Detox-Programme in Schwangerschaft und Stillzeit tabu sind. Die Kur gilt eher als kurzer Reset, der den Einstieg in eine langfristig gesündere Ernährung erleichtern soll.