Zum Jahresanfang steht in vielen Haushalten der Wunsch nach mehr Ordnung und Übersicht ganz oben auf der Liste. Organisationsexperten verweisen darauf, dass sich vor allem unterschätzte Alltagsbereiche als Kosten- und Platzfallen erweisen: überfüllte Vorratsregale, Schubladen voller Plastikdosen, Kosmetikreste im Bad oder Spielzeugberge im Kinderzimmer. Wer hier konsequent aussortiert, reduziert nicht nur Stress, sondern vermeidet auch Fehlkäufe, Lebensmittelverschwendung und unnötige Nachkäufe. Es lohnt sich, systematisch die größten „Unruhestifter“ in Küche, Bad, Schrank und Wohnzimmer anzugehen und klare Routinen für den weiteren Jahresverlauf zu etablieren.

Vorratsregal, Küche und Badezimmer im Check

Nach den Feiertagen lohnt ein kritischer Blick in Speisekammer, Küchenschränke und Kühlschrank. Abgelaufene Konserven, Altlasten in Gläsern oder vergessene Saucen nehmen Platz weg und führen dazu, dass frische Lebensmittel schlechter verstaut werden können. Produkte, die noch haltbar sind, aber nicht mehr zum eigenen Ernährungsstil passen, lassen sich an Tafeln oder soziale Einrichtungen geben.

Auch ein Blick in die Geschirrschränke lohnt sich: Vor allem Tassen sammeln sich gerne über die Jahre an. Das Aussortieren von beschädigten und unbenutzten Modellen sowie Tassen, die nicht zum Rest des Geschirrs passen, dürfen gut und gerne entsorgt werden.

Im Bad schafft das Ausmisten von Handtüchern mehr Raum für Neues. Alte, abgenutzte und verwaschene Handtücher sollten in diesem Jahr im Schrank keinen Platz mehr haben.

Tupperware, Kabelsalat und Papierberge begrenzen

In vielen Küchen türmen sich unterschiedlichste Vorratsdosen – oft ohne passenden Deckel, verfärbt oder verzogen. Professionelle Organizer raten laut „housebeautiful.com“, nur funktionierende, regelmäßig genutzte Behälter zu behalten und auf ein einheitliches System zu setzen. Das spart Zeit beim Kochen und Spülen.

Ein weiteres Problemfeld sind zufällig gesammelte Ladekabel, Adapter und alte Technik-Zubehörteile: Sinnvoll ist es, nur noch passende Kabel zu jeweiligen Geräten aufzubewahren, diese zu beschriften und in Boxen oder Taschen zu bündeln.

Auch Papierkram – von ungeöffneter Werbung über alte Belege bis zu Notizzetteln – sollte konsequent gesichtet, digitalisiert oder recycelt werden, um Doppelzahlungen und Fristversäumnisse zu vermeiden.

Kleidung, Wäsche und Spielzeug realistisch sortieren

Eine klare Regel hilft im Kleiderschrank: Stücke, die ein Jahr lang nicht getragen wurden, blockieren in der Regel nur Platz. Aufräumprofis empfehlen, solche Teile zu spenden oder über Secondhand-Plattformen zu verkaufen.

Besonders kritisch sind sogenannte „First Layer“ wie Unterwäsche und Socken. Ausgeleierte, fleckige oder löchrige Teile sollten regelmäßig ersetzt werden; sinnvoll ist eine kleine Auswahl bewährter Modelle in mehrfacher Ausführung, um den Alltag zu vereinfachen.

Im Kinderzimmer hat sich bewährt, Kinder ab etwa fünf Jahren aktiv in das Aussortieren von Spielzeug einzubeziehen. So lernen sie, Verantwortung für ihren Besitz zu übernehmen und funktionsfähige Dinge weiterzugeben, anstatt ständig neue Kisten zu kaufen.

Deko, Beauty-Produkte und Verpackungen entschlacken

Weihnachts- und Saisondeko wird oft Jahr für Jahr unreflektiert eingelagert. Experten raten, kaputten Baumschmuck, defekte Lichterketten oder ungeliebte Stücke direkt nach der Saison auszusortieren und nur Dekoration aufzubewahren, die tatsächlich genutzt wird.

Im Bad gilt: Pflege- und Schminkprodukte, die seit einem Jahr unberührt im Regal stehen, werden erfahrungsgemäß nicht mehr verwendet. Ein einfacher Tipp: Kaufdatum mit einem Permanentmarker notieren, um den Überblick über die Nutzung zu behalten, so „housebeautiful.com“. Viele Verbraucher unterschätzen, dass auch Cremes, Make-up und Medikamente ein Verfallsdatum haben. Vor allem sollten flüssige Produkte und Cremes rechtzeitig ersetzt werden, um Hautreizungen und Wirkungseinbußen zu vermeiden.

Auch leere oder halbleere Kartons von Schuhen, Elektrogeräten oder Gadgets sollten gehen – Kartonverpackungen ziehen Staub und im schlimmsten Fall Schädlinge an und blockieren Stauraum in Schränken und auf dem Dachboden.