• „The Green Mile“ ist eines der größten Dramen der Filmgeschichte
  • Das Drama basiert auf einer wahren Begebenheit
  • Der wahre „John Coffey“ wurde als Teenager hingerichtet

Der im Jahr 2000 erschienene Film „The Green Mile“ ist eine Literaturverfilmung der gleichnamigen Romanreihe von Stephen King. In den Hauptrollen waren Tom Hanks, David Morse und Michael Clarke Duncan zu sehen. Der Film war für vier Oscars nominiert und zählte zu den erfolgreichsten Filmen des Jahres.

„The Green Mile“: Das ist die wahre Geschichte

Was jedoch kaum einer weiß: Es gibt ein wahres Schicksal, das dem von „John Coffey“ auf erschreckende Art und Weise ähnelt. Der afroamerikanische Junge George Stinney Jr. kam 1944 mit 14 Jahren in South Carolina ins Gefängnis. Ihm wurde vorgeworfen, zwei Mädchen im Alter von elf und sieben Jahren getötet zu haben. Er wurde zum Tode verurteilt.

Abgesehen vom Alter des Jungen erinnert diese Geschichte sehr an die von „The Green Mile“. Als George Stinney auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde, war er erst 14 Jahre alt. Er starb als jüngster Mensch, an dem in den USA seit dem 20. Jahrhundert die Todesstrafe vollzogen wurde.

Wie unter anderem „Bustle“ berichtet, hatte er zwar einen Anwalt. Dieser half ihm in dem nur wenige Stunden andauernden Prozess jedoch kaum. Er rief keine Zeugen auf, obwohl Georges Geschwister ein Alibi für ihn hatten, verlangte keine Beweisstücke und legte auch keine Berufung gegen das Todesurteil ein.

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„The Green Mile“: George Stinney war unschuldig gestorben

Sechs Jahrzehnte nach der Hinrichtung des Jugendlichen setzte sich ein Wissenschaftler neu mit dem Fall des George Stinney auseinander und kam zu ganz neuen Erkenntnissen. 2004 recherchierte der Geschichtswissenschaftler George Frierson den Fall. Frierson sowie eine Gruppe von Anwälten waren von der Unschuld des Jungen überzeugt. Er soll damals die Tat zunächst vor Polizisten gestanden haben. Konkrete Beweise gab es nicht.

Die Anwälte kamen zu der Erkenntnis, dass er körperlich gar nicht in der Lage gewesen wäre, die beiden Mädchen zu erschlagen. 70 Jahre nach der Hinrichtung von George Stinney landete der Fall erneut vor Gericht. Seine Verurteilung wurde aufgehoben. Als Begründung für die Entscheidung wurde angegeben, dass der Junge damals kein faires Verfahren bekommen hatte.

Trotz auffälliger Parallelen hat Stephen King nie bestätigt, dass sein Buch auf dem Schicksal von George Stinney Jr. basiert. Doch das Schicksal des Jungen wurde durchaus verfilmt: Ein Streifen, der Stinneys Geschichte beschreibt, erschien Ende der achtziger Jahre und trägt den Titel „Das Ende ohne Schrecken“.

Michael Clarke Duncan, der Häftling „John Coffey“ im Film darstellte, verstarb tragischerweise im Jahr 2012 an den Folgen eines Herzinfarktes. Der talentierte Schauspieler wurde nur 54 Jahre alt. Für seine herausragende Leistung in „The Green Mile“ erhielt er zahlreiche Auszeichnungen sowie eine Oscar-Nominierung.

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