„Germany's Next Topmodel“ 2021

GNTM-Gewinnerin Alex: Eigentlich rechnete sie mit einem Sieg von IHR

Alex ist GNTM 2021

Am Donnerstagabend wurde das „Germany’s Next Topmodel“ 2021 gekürt. Alex gewann die Castingshow von Heidi Klum – mit ihrem Sieg hatte sie vorher nicht gerechnet. Auf einer Pressekonferenz von ProSieben verrät sie, wen sie eigentlich als Gewinnerin eingeschätzt hätte. 

„So richtig realisiert habe ich das glaube ich immer noch nicht. Also ich weiß es rational, aber ich muss es noch so richtig fühlen“, erklärt Alex Mariah (23) bei der Pressekonferenz nach dem „Germany’s Next Topmodel“-Finale. Das Model konnte am Donnerstagabend das Finale für sich entscheiden

Darin setzte sie sich gegen Romina, Soulin und Dascha durch – wovon sie selbst total überrascht war.  

„Das war einfach Bauchgefühl, was bei uns allen, glaube ich, so ein bisschen drin war. Wenn man sich die Staffel angeschaut hat: Heidi sagt, sie möchte gerne ein Curvy-Model, was gewinnt, das selbstbewusst ist wie Dascha. Dass Dascha auch das Curvy-Model ist, worauf sie gewartet hat. Und dementsprechend sind wir sehr stark davon ausgegangen, dass Dascha das Ding auch machen wird.“ 

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GNTM-Finalistin Dascha 

Alex spricht über ihren GNTM-Sieg

Allerdings kam es ganz anders und Alex konnte den Titel mit nach Hause nehmen. Das Model kann stolz auf sich sein, schließlich ist Alex die erste Trans*-Frau, die GNTM gewinnen konnte. Spielte das wohl in Heidis Entscheidung mit ein? 

„Ich glaube nicht, dass es eine große Rolle spielt. Zum einen hatte Heidi die Wahl aus so viel Diversity […] und zum anderen war meine Geschichte jetzt auch nicht wirklich wesentlicher Bestandteil der Sendung 16 Folgen lang. Warum sollte das jetzt plötzlich in der allerletzten Folge der ausschlaggebende Punkt sein?“, erklärt sie.  

Zwischenzeitlich thematisierte Alex ihre Transformation auch selbst in der Show. „Ich bin mit einem naiven Gedanken hingekommen. Ich komme aus einem sehr behüteten sozialen Umfeld, ich hatte nie Berührungen mit Diskriminierung […]. Einige Mädchen hatten tatsächlich am Anfang Probleme mit Pronomen und ich habe relativ schnell gemerkt, da kommen Menschen zusammen aus verschiedenen Bubbles.“ 

Weiter erklärt sie: „Wobei ich in einer gefühlten Utopie im Verhältnis lebe, bedeutet das nicht, dass Deutschland oder generell die Gesellschaft schon bereit ist, es zu diesem Ausmaß, wie ich mir das gewünscht hätte, zu normalisieren oder es gar nicht zu thematisieren. Deswegen wollte ich das in einem Abwasch mal tun, weil ich auch nicht bereit war, mich das komplett vereinnahmen zu lassen.“