29. Juni 2020 - 15:32 Uhr / Victoria Heider

Sie waren die Stars der Neunziger: Moderatoren wie Arabella Kiesbauer oder Hans Meiser prägten in den neunziger Jahren die TV-Landschaft in Deutschland. Mit ihren Talkshows machten die Moderatoren auf wichtige und teilweise auch skurrile Themen aufmerksam.

Manche Talkmaster arbeiten heute noch beim Fernsehen 

Viele von ihnen arbeiten auch heute noch im Fernsehen und haben ihre eigene Sendung, manch ein Moderator verabschiedete sich allerdings inzwischen von seinem Beruf. Viele Stars die als Talkmaster bekannt wurden, wurden durch den Musiksender VIVA berühmt und wechselten später zu anderen Sendern. Doch was machen eigentlich die Talkmaster der neunziger Jahre heute? 

Sonja Zietlow: Von der Talkmasterin zur Moderatorin

Sonja Zietlow wurde durch ihre Neunziger-Jahre-Talkshow „Sonja“ auf Sat.1 bekannt. Danach wechselte sie zu RTL, wo sie mit Shows wie „Der Schwächste fliegt“ größere Bekanntheit erlangte.

Seit 2004 führt sie durch „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ und wurde damit zu einer der beliebtesten Moderatorinnen in Deutschlands. Optisch hat sich Sonja Zietlow über die Jahre stark verändert: Trug sie früher ihre Haare noch lang und dunkel, ist heute der blonde Pixie-Cut ihr Markenzeichen.

Arabella Kiesbauer: Sie arbeitet bis heute fürs Fernsehen

Von 1994 bis 2004 moderierte die sympathische Arabella Kiesbauer ihre Talkshow „Arabella“. Zwischen 1996 und 1997 gab es mit „Arabella Night“ auch eine wöchentliche Late-Night-Show mit der Österreicherin.

Die in Wien geborene Arabella Kiesbauer setzte ihre Karriere vor allem in Österreich fort. So moderierte sie dort „Bauer sucht Frau“ und den „Opernball“. 2015 präsentierte sie den „Eurovision Song Contest“. 2020 moderierte sie die österreichische Version von „The Masked Singer“.

Andreas Türck: Sein tiefer Fall nach der Talkshow

Von 1998 bis 2004 war Andreas Türck einer der erfolgreichsten TV-Moderatoren. Vier Jahre lang hatte er auf ProSieben seine eigene Talkshow und moderierte die wöchentliche Sendung „Love Stories“ bis 2002. Ab Januar 2004 war er das Gesicht der „McChartShow“.

Dann kam plötzlich die Wende: Im März des gleichen Jahres wurde Andreas Türck der Vergewaltigung beschuldigt. Der Vorwurf ruinierte die Karriere des TV-Stars binnen Sekunden. Im September 2005 wurde Andreas Türck schließlich freigesprochen. Der Fall erregte dennoch große mediale Aufmerksamkeit und war ein wohl eher düsteres Geheimnis des deutschen Moderators.

Andreas Türck entschied sich vorerst gegen ein Leben in der Öffentlichkeit und verschwand von der Bildfläche. 2007 gründete Andreas Türck eine Produktionsfirma für Web-TV-Shows. Im Dezember 2012 übernahm er beim TV-Sender Kabel eins die Präsentation des Wissenschaftsmagazins Abenteuer Leben“. 2016 war damit Schluss.

Noch im selben Jahr gründete er ein weiteres Unternehmen, dieses Mal einen Marketing-Dienstleister. Er arbeitet zudem als Fotograf. Bis November 2019 bespielte er noch regelmäßig einen privaten Instagram-Account. Seitdem ist es dort still geworden.