• Mit „Der Fall Collini“ zeigte Schauspieler Elyas M´Barek eine ganz neue Seite von sich
  • Vorher war er vor allem wegen seiner Komödien bekannt
  • Der Film besitzt sogar einen wahren Kern

Der Schauspieler Elyas M’Barek ist eher für seine Komödien, wie unter anderem „Türkisch für Anfänger“, bekannt und weniger für Politthriller. Mit „Der Fall Collini“ hat der Schauspieler eine andere Seite von sich gezeigt.

Der Film kam 2019 in die Kinos und basiert auf dem gleichnamigen Buch von Ferdinand von Schirach, das 2011 veröffentlicht wurde.

Es handelt von einem italienischen Gastarbeiter, der sich wegen angeblichen Mordes an einem Industriellen vor Gericht verantworten muss. Im Fokus steht der Prozess

„Der Fall Collini“: Der Film hat diesen wahren Kern

Zwar beruht „Der Fall Collini“ auf einer fiktionalen Erzählung, dennoch hat es einen wahren Kern. Eine wahre Begebenheit wurde nämlich eingefügt. Ein früherer NS-Anwalt schaffte 1968 ein Gesetz, welches besagte, dass „Beihilfe“-Taten von NS-Verbrechen nach 15 Jahren verjährt sind.

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Somit konnten viele Mittäter, die durch diese Vorschrift als „Gehilfen“ eingestuft wurden, ab 1. Oktober 1968 nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden. In diesem Gesetz wurde nämlich zwischen „Haupttätern“ und „Gehilfen“ unterschieden.

Ferdinand von Schirach adaptierte den Verjährungsskandal von 1968 für seinen Roman, der unter anderem mit Elyas M'Barek und Franco Nero verfilmt wurde.