Das würde Jenke von Wilmsdorff nie machen

Jenke von Wilmsdorff bekämpft seine Sucht

16. April 2019 - 10:14 Uhr / Andreas Biller

Jenke von Wilmsdorffs Experimente für seine Reportage-Reihe locken regelmäßig Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Kein Wunder: Er schreckt vor wenig ab, um für Aufklärung, Information und Unterhaltung zu sorgen. Doch wovor hat er selbst Angst und was hält Jenke von Wilmsdorffs Frau von seinen Experimenten? Wir haben nachgefragt.

Jenke von Wilmsdorff (53) macht derzeit mit seiner RTL-Reportagereihe „Jenke macht Mut“ von sich reden. In der neuesten Ausgabe von Montag, den 14. April beschäftigte ihn das Thema Übergewicht. Im ersten Teil unseres Interviews mit Jenke sprach der 53-Jährige bereits an, dass Sucht „doch immer die Suche nach etwas“ sei. So erklärte er die gravierenden Probleme mit Übergewicht in den USA.

Wie Jenkes eigene Erfahrungen mit seinen teilweise krassen Experimenten sind, wie seine Frau dazu steht und was der erfahrene RTL-Reporter nicht machen würde, erfahrt ihr hier.

„Promipool“: Hallo Herr von Wilmsdorff, was war bislang Ihr härtester Dreh?

Jenke von Wilmsdorff: Die Experimente sind immer sehr hart, egal zu welchem Thema. Mal beanspruchen sie meinen Körper stärker, ein anderes Mal mehr meine Psyche. Ob ich ins Hospiz gezogen bin, in einer dementen Wohngruppe lebte, ob ich in der Einzelzelle im Knast saß oder die unterschiedlichsten Drogen über einen längeren Zeitraum konsumierte.

Aber das Alkohol-Experiment hatte mich schon extrem viel Kraft gekostet und war auch rückblickend das einzige, das mich nach Abschluss der Dreharbeiten noch Monate kostete, um vom Alkohol wieder loszukommen.  

Was hält ihre Familie von Ihren teilweise gefährlichen Experimenten? Hat die Meinung von Ihrer Frau mit Ihrer Entscheidung zu tun, nicht mehr selbst waghalsige Experimente durchzuführen?

Wer hat Ihnen gesagt, ich würde keine waghalsigen Experimente mehr machen? Jedes einzelne Experiment ist eine Herausforderung für meinen Körper und meine Seele und manche Experimente sind risikoreich, aber waghalsig im Sinne von leichtsinnig finde ich sie nicht. Ich entscheide mich bei den Experimenten ausschließlich nach der gesellschaftlichen Relevanz.

Spielen beispielsweise die Themen „Drogen“ und „Alkohol“ eine ernsthafte Rolle in unserem Land, mache ich ein Experiment, um in diese Welten einzutauchen. Sollte es aber nur um Sensationshascherei gehen, bin ich raus. Meine Frau berät mich, rät mir aber nicht ab. Sie weiß, dass ich gut vorbereitet und verantwortungsvoll arbeite. 

Jenke von Wilmsdorff und Frau Mia

Was würden Sie gar nicht machen?

Ich würde nichts machen, was keine Relevanz hat, nichts, was gegen Ethik und Moral verstößt oder auf Kosten andere Menschen geht. Aber für dringliche und auch polarisierende Themen bin ich immer offen.

Hatten Sie in einer Situation Ihres Jobs schon einmal richtig Angst? Wenn ja, wann?

Man hat nur Angst, wenn man mit sich selber nicht einig ist. Ich habe Respekt. Aber natürlich gab es Themen, die mich mehr Überwindung kosteten als andere.

Mussten Sie ein Experiment oder einen Versuch schon einmal abbrechen?

Ja, ich musste das Alkohol-Experiment abbrechen. In diesem wollte ich vier Wochen lang fast rund um die Uhr den Pegel von 1 Promille halten. Zwei Tage vor Ablauf und nach einem chirurgischen Eingriff musste ich auf Anraten des Arztes.

Da hatte ich aber bereits alle wichtigen und persönlichen Informationen dokumentiert, so dass es das Ergebnis nicht beeinflusst hatte. 

Vielen Dank!