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„Dark“ vs. „Stranger Things“: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Louis Hofmann in der Netflix-Serie „Dark“
1. September 2020 - 17:26 Uhr / Katja Papelitzky

Die Serien „Dark“ und „Stranger Things“ unterliegen einem ständigen Vergleich. Das Setting und die Handlung der beiden Netflix-Mystery-Serien wirken auf den ersten Blick tatsächlich sehr ähnlich - und trotzdem ist „Dark“ nicht einfach ein deutscher Abklatsch von „Stranger Things“.

Fangemeinschaften treten regelmäßig die Diskussion los, was besser ist: die Serie „Dark“ vs. „Stranger Things“. Beide Mystery-Serien sind Netflix-Eigenproduktionen - „Dark“ eine deutsche und „Stranger Things“ eine amerikanische.  

Die Ausführung weist tatsächlich einige Gemeinsamkeiten auf. Die Handlung beginnt mit Kindern, die verschwinden und eine Gruppe von Jugendlichen macht sich eigenständig daran, dies aufzuklären.  

„Dark“ vs. „Stranger Things“: Beide bringen die Zuschauer zurück in die achtziger Jahre

Dabei spielen sowohl „Dark“ als auch „Stranger Things“ in den achtziger Jahren und bringen mit passender Kleidung und Musik das Flair vergangener Zeiten zurück. Es gibt in der Zeitebene aber auch schon den ersten Unterschied zwischen den beiden Serien.  

In der Netflix-Serie „Dark“ versuchen Jugendliche die Geheimnisse, die sich rund um ihren Ort drehen, zu lösen

Während „Stranger Things“ nur in den achtziger Jahren spielt, gibt es in „Dark“ mehrere Zeitebenen. Da in „Dark“ quer durch die Vergangenheit oder Zukunft gereist wird, spielt die Handlung außerdem noch in den fünfziger sowie eben in den achtziger Jahren.

Zu Beginn von „Dark“ finden außerdem einige Folgen im Jahr 2019 statt – dazu kommt eine postapokalyptische Welt im Jahr 2052.  „Dark“ ist also keineswegs eine reine Achtziger-Jahre-Serie.  

„Dark“ vs. „Stranger Things“: „Dark“ bringt kein übernatürliches Monster ins Geschehen

Im Vergleich der Serien „Dark“ vs. „Stranger Things“ lässt sich zudem ein Auge auf das Genre werfen. Zwar sind beides Mystery-Serien - „Dark“ Regisseur Baran bo Odar hebt jedoch einen wichtigen Unterschied hervor:  

‚Stranger Things‘ ist eine Horrorshow, die sich den Elementen der Fantasy bedient und wir sind eine Sci-Fi-Show, bei uns geht es um Zeitreise. Das Übernatürliche in Form eines Monsters gibt es bei uns gar nicht“, so der Regisseur laut „Moviepilot“.  

Die Kritiken für „Dark“ auf Netflix beschreiben die deutsche Serie zudem als deutlich düsterer als „Stranger Things“. Während in Letzterer die Stimmung zum Teil durch witzige Momente gelockert wird, hängt über der Handlung und den Charakteren in „Dark“ dauerhaft eine gewisse Trostlosigkeit, die das düstere Setting unterstreicht.  

„Dark“ vs. „Stranger Things“: Jugendliche sind die Hauptfiguren

Eine Ähnlichkeit besteht im Cast der Serien von „Dark“ und „Stranger Things“. In beiden Produktionen stehen Jugendliche im Mittelpunkt und klären die dunklen Geheimnisse auf. Jedoch ist der Fokus in „Stranger Things“ deutlich mehr auf der Gruppe der Teenager als in „Dark“.  

Die Stars der Erfolgsserie „Stranger Things“

Der „Dark“-Netflix-Cast ist sehr umfangreich und nahezu jeder Charakter hat eine wichtige Rolle im Geschehen, weshalb es schwer ist, überhaupt Nebendarsteller auszumachen. Vielmehr ist die fiktive Stadt „Winden“ in ihrer Gesamtheit der Hauptfokus.  

„Dark“ vs. „Stranger Things“: Produktion von „Dark“ ist kein Abklatsch der amerikanischen Serie

Wer im Vergleich der Serien „Dark“ vs. „Stranger Things“ die deutsche Produktion, trotz der Unterschiede, immer noch als Kopie sieht, wird von einem Argument von „Dark“-Drehbuchautorin Jantje Friese vielleicht endgültig überzeugt werden.  

„Es kann keine Antwort [auf ‚Stranger Things‘] sein, weil wir ja schon in Produktion waren, als ‚Stranger Things‘ herauskam. Da hätten wir uns ja zu etwas verhalten müssen, das wir vorher als existent hätten wahrnehmen müssen – was wir aber nicht haben“, so die Autorin laut „Moviepilot“ bei einem Pressetermin in Berlin.  

Der Cast der Serie „Dark“

Fakt ist: Sowohl „Dark“ als auch „Stranger Things“ liefert großen Spannungswert und eignen sich perfekt, um sich die ganzen Tage beim Bingen um die Ohren zu schlagen. Ein Pluspunkt von „Dark“ ist zudem der überzeugende Soundtrack zur Serie.