• Bei „Bares für Rares“ werden Steiff-Tierchen begutachtet
  • Sven Deutschmaneks Expertise verspricht viel
  • Bei den Händlern folgt die große Enttäuschung

In einer neuen „Bares für Rares“-Folge hatte alles so schön angefangen. „Die beiden [Steiff-]Tierchen lagen viele Jahre unerkannt in einer Schachtel. Ich wünsche mir für die beiden, dass sie ein Zuhause finden, in dem sie geliebt und geschätzt werden“, erzählt Mechthild Wagner über ihre „Bares für Rares“-Bewerbung.

Die Mutter aus Bayern hat ihre Tochter Laura zur Unterstützung in die ZDF-Trödelshow von Horst Lichter (60) mitgebracht. „Bares für Rares“-Experte Sven Deutschmanek (46) soll den beiden erklären, wie viel die Steiff-Tierchen heute wert sind. 

Zwei Steiff-Tierchen sollen bei „Bares für Rares“ verkauft werden

„Bares für Rares“-Star Sven Deutschmanek betrachtet die kleinen Tiere, die Mechthild und Laura Wagner im Gepäck haben. „Die haben wir gefunden im Haus meiner Schwiegereltern. Mein Mann hat das Haus ausgeräumt und da sind diese Tierchen aufgetaucht“, erklärt Mechthild und fügt hinzu, dass eine Tante der Familie vor und nach dem Zweiten Weltkrieg bei der Firma Steiff arbeitete. 

Der „Bares für Rares“-Experte kann bestätigen, dass die französische Bulldogge aus der Vorkriegszeit stammen muss. Er schätzt die Herstellung auf die 1930er-Jahre, was das Steiff-Tier zu einer ganz besonderen Antiquität macht. Das „Bambi“ hingegen stammt aus der Nachkriegszeit und wird nicht so viel wert sein. 

„Die Ausführung als Hunde werden im asiatischen Raum extremst gesammelt. Dadurch, dass wir hier ein Vorkriegsobjekt der Firma Steiff haben im nicht perfekten Zustand ist es aber dennoch so, dass sie im asiatischen Raum jetzt durchdrehen würden“, erklärt Sven Deutschmanek.

„Wäre jetzt zum Beispiel Bully in einem perfekten Zustand, dann sprechen wir von 1.500 Euro“, fährt er fort und lässt die Augen von Mutter und Tochter größer werden. Da beide allerdings sichtbare Makel haben, beläuft sich die Expertise auf 460 bis 470 Euro.

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„Bares für Rares“: Platzt der Traum vom Verkauf im Händlerraum?

„Oh ja, die sehen wirklich sehr niedlich aus“, sagt Jan Cizek (47) im „Bares für Rares“-Händlerraum, bevor Mechthild und Laura Wagner eintreten und macht Hoffnung auf eine erfolgreiche Verhandlung. Doch es soll alles anders kommen.

Schon das Anfangsgebot von „Bares für Rares“-Händler Jan Cizek ist ernüchternd. Er startet mit nur 40 Euro. Fabian Kahl (31) und Wolfgang Pauritsch (50) bieten mit und knacken immerhin die 100 Euro. „Helfen Sie uns ein bisschen, ist das schon im Rahmen?“, fragt Wolfgang Pauritsch, bevor er weiter bieten will. 

„Die Expertise war wirklich ein gutes Stück höher“, erklärt Mechthild Wagner und hofft, das Ruder umreißen zu können. Die Händler bieten noch einmal fleißig, doch bei über 300 Euro kommen sie wieder ins Stocken. „350 Euro würde ich noch anbieten für beide“, erklärt Fabian Kahl sein letztes Angebot. 

Die Mutter aus Bayern betont, dass ihre Schmerzgrenze bei 450 Euro liegt. „Ich stelle Sie auf die Probe und biete noch 400 Euro für beide. Aber letztes Wort! Wenn Sie jetzt 'Nein' sagen, dann wollen sie [die Steiff-Tierchen] wirklich bei Ihnen bleiben“, so Wolfgang Pauritsch zu den Frauen.

Das Mutter-Tochter-Gespann stimmt nicht zu. Die beiden entscheiden sich, den Händlerraum ohne Deal zu verlassen, behalten dabei aber trotzdem ihr Lächeln auf den Lippen. Die „Bares für Rares“-Händler sind enttäuscht, doch Wolfgang Pauritsch hält fest: „Das war bestimmt der netteste Nicht-Verkauf bei 'Bares für Rares.'“