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„Bares für Rares“: Kandidat verrät, wie ein Drehtag bei der Trödelshow wirklich abläuft

„Bares für Rares": Horst Lichter bekommt Konkurrenz  von Sükrü Pehlivan 
18. Dezember 2019 - 17:00 Uhr / Nadine Miller

Die Trödelshow „Bares für Rares“ lockt jeden Tag bis zu drei Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Das TV-Format hat sich damit zu einer der beliebtesten Sendungen des Fernsehsenders ZDF entwickelt. Lange ranken sich bereits Gerüchte um die Trödelshow: Was ist echt, was ist Fake? Ein Kandidat hat enthüllt, wie es hinter den Kulissen wirklich zugeht.

Das Konzept von „Bares für Rares“ ist schnell erklärt: Kandidaten erhalten die Möglichkeit, ihre Fundstücke bei Experten schätzen zu lassen. Danach können sich die Teilnehmer entscheiden, ob sie ihre Rarität anschließend den Händlern zum Kauf anbieten möchten.

Doch so manch Zuschauer dürfte sich bereits gefragt haben: Läuft die Trödel-Show wirklich genau so ab, wie sie im TV dargestellt wird? Ein ehemaliger Kandidat hat die Antwort auf die Frage.

Horst Lichter bei „Bares für Rares“

Horst Lichter antwortet auf Fake-Vorwürfe bei „Bares für Rares“

Bereits vor einigen Monaten sprach Moderator Horst Lichter über die Fake-Vorwürfe und bestätigte, dass nicht alles in der Sendung echt sei. Zum Beispiel gebe es Komparsen, die bei der Show dabei seien und die der Zuschauer dann im Hintergrund sehe, so der 57-Jährige gegenüber „Der Westen“.

Aber die Menschen, die ihre Fundstücke schätzen lassen und auf eine Händlerkarte hoffen, haben sich vorher regulär beworben“, fügte Lichter hinzu.

Was sich bereits zeigt: Bei „Bares für Rares“ ist nicht alles so, wie es der Zuschauer schlussendlich in der Show sieht. Das berichtet auch Kandidat Christian Jüttner. Der „Allgemeinen Zeitung“ hat er erklärt, wie er die Sendung als Teilnehmer wahrgenommen hat.

Der Kandidat aus Bad Kreuznach wollte sein edles Silber-Set verkaufen – doch daraus wurde erstmal nichts. Denn: Er musste erst einmal ein halbes Jahr warten. Was also nach einer spontanen Fahrt zu den Experten aussieht, entspricht nicht der Realität.

Wartezeit bei „Bares für Rares“ kann mehrere Monate betragen

Zuerst einmal sei der Kandidat zum Experten „Waldi“ in ein nahe gelegenes Dorf gefahren und habe das Silber-Set von ihm begutachten lassen. Weiter sagte Jüttner, er habe daraufhin erst die Telefonnummer der Produktionsfirma bekommen. Nach dem Ausfüllen eines Fragebogens und einigen Fotos des Trödels durfte der Kandidat in der Sendung teilnehmen.

Wolfgang Pauritsch (links) und die anderen „Bares für Rares“-Händler

Ein Drehtag habe vier Stunden gedauert – dabei hätten die Zuschauer nicht einmal zehn Minuten Filmmaterial gesehen, so der Senior weiter. Zumindest habe ihm ZDF eine Nacht im Hotel im Industriegebiet gezahlt, das Frühstück für acht Euro habe er dennoch selbst bezahlen müssen.

„Bares für Rares“-Kandidat ist zufrieden – er hat 850 Euro für sein Silber-Set erhalten

Auch die berühmte Händlerkarte sei nur als wiederkehrendes Element für die TV-Zuschauer gedacht. Der Kandidat erinnert sich: Dann bin ich zwei Schritte gegangen und schon hat mir ein junger Mann die Karte wieder abgenommen.“

Für den Kandidaten hat sich die lange Wartezeit und der Drehtag am Ende doch gelohnt – er erhielt nämlich 850 Euro für sein Silber-Set, das er sich in den sechziger Jahren in England gekauft hatte. Und noch etwas Positives blieb dem Senior im Gedächtnis: „Der Waldi ist in echt genau wie im Fernsehen.“