• Home
  • TV & Film
  • „Abgestempelt!?“-Hans Sarpei: „Rassismus war mein ständiger Begleiter“

„Abgestempelt!?“-Hans Sarpei: „Rassismus war mein ständiger Begleiter“

Hans Sarpei war früher als Profifußballer tätig
2. Juni 2020 - 17:02 Uhr / Tina Männling

Für die Serie „Abgestempelt!? Hans Sarpei will's wissen“ reist der ehemalige Fußball-Profi durch Deutschland und berichtet über verschiedene relevante Themen. Besonders das Thema Rassismus musste Hans Sarpei am eigenen Leib erfahren. 

Hans Sarpeis (43) Doku „Abgestempelt!? Hans Sarpei will's wissen“ widmet sich verschiedenen gesellschaftlichen Thematiken in Deutschland. In drei neuen Folgen der Sendung informiert der ehemalige Fußballer über Jugendkriminalität, Rassismus und Kinderarmut. Im Interview mit „Promipool“ spricht Sarpei über seine eigenen Erfahrungen.   

„Promipool“: Hallo Hans Sarpei, was ist das Besondere an „Abgestempelt!?“ für dich?  

Hans Sarpei: Das Besondere an „Abgestempelt!?“ für mich ist, dass beide Parteien ihre Vorurteile aussprechen können und ich am Ende durch eine Statistik zeigen kann, wie es wirklich ist und der Zuschauer oder das Publikum seine Meinung selbst bilden können.  

Was hat dich bei deinen Reisen für die neuen Folgen besonders schockiert?  

Dass Menschen sich sehr schnell eine Meinung bilden, ohne ein Hintergrundwissen zu haben. Es wird einfach sofort „abgestempelt“.  

Für die Folge über Jugendkriminalität verbrachtest du einen Tag im Gefängnis. Wie war das?  

Einen Tag im Gefängnis zu verbringen, war eine krasse Erfahrung, weil du deine Freiheit praktisch aufgibst und du nicht all das machen kannst, was für dich normal ist.  

Was hast du daraus für dich mitgenommen?  

Dass wir, die Gesellschaft, der Staat, versuchen müssen, den einen oder anderen, der es wert ist, aus dem Gefängnis zu retten und ihn auf den richtigen Weg zu bringen.  

Weiter ging es mit dem Thema Rassismus. Welche Berührungspunkte hattest du selbst schon damit? 

Rassismus war mein ständiger Begleiter.  

Wie gehst du damit um?  

Ja, wie soll man damit umgehen? Am Ende des Tages macht es einen traurig. Ich für mich habe gelernt, den Leuten mit Humor entgegenzutreten und sie dabei vielleicht auch dumm aussehen zu lassen. Aber es kommt natürlich auch darauf an, wie groß diese rassistische Äußerung ist und wie viele Leute einem entgegenstehen. Da muss man immer abwägen, was und wie man etwas macht. 

Die dritte Folge handelt von Kinderarmut. Warum ist das für dich so ein wichtiges Thema? 

Das sagt ja schon das Wort Kinder und arm. Als Kind kannst du gar nichts dafür, dass du arm bist und das macht es zu einem sehr wichtigen Thema.  

Wie, denkst du, kann Kindern aus einkommensschwachen Familien am besten geholfen werden?  

Am besten kann ihnen geholfen werden, wenn ihnen viel Aufmerksamkeit und viel Liebe geschenkt wird.  

Welche Themen möchtest du bei „Abgestempelt!?“ gerne in Zukunft noch besprechen?  

Es gibt noch so viele Themen, die man ansprechen kann und sollte. Zum Beispiel jetzt was aktuell war, das Thema mit Joko und Klaas’ „Männerwelten“, wo Männer fremden Frauen Nacktfotos schicken. Also das Thema sexuelle Belästigung. 

Vielen Dank für das Gespräch! 

„Abgestempelt!? Hans Sarpei will’s wissen“ ist dienstags ab 20.15 Uhr bei RTLZWEI zu sehen.